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Kürbis Sushi

Kürbis im Pott – Maki Sushi mit
mariniertem Ofenkürbis

Es wird mal wieder Zeit für eine Blogparade. Findet Ihr nicht auch? 🙂 Fred vom Blog Einfach NachschlagEn hat, passend zur Halloween Woche, Foodblogger aus dem Ruhrgebiet zu einer Runde Kürbis im Pott eingeladen. Nachdem Samira vom Blog Veggies Kochwelt gestern ein würziges Kürbisbrot gezaubert hat, bin ich heute an der Reihe. Bei mir gibt es Maki Sushi mit mariniertem Ofenkürbis.

Rezept Maki Sushi mit Ofenkürbis selbst gemacht

Sushi selber zuzubereiten ist gar nicht so schwer und überhaupt nicht zeitintensiv, wenn man einmal den Dreh raus hat. Um einige von Euch zu einem ersten “Sushi-Selbermach-Versuch” zu animieren, habe ich sie ganz easy peasy gerollt. Bei den Profis sind die Algen nicht im Inneren zu sehen. So gerollt ist es allerdings einfacher, sieht trotzdem toll aus und dem Geschmack gibt es keinen Abbruch 🙂

Seit ich es einmal ausprobiert habe, gibt es Sushi in diversen Varianten regelmäßig bei mir. Ich nehme mir auch gerne ein paar dieser leckeren Rollen mit zur Arbeit. Sie lassen sich wunderbar in der Mittagspause snacken und machen schön satt.

Nun aber zu meinem Rezept für Euch.

Darunter findet ihr ein paar Schritt für Schritt Bilder, an der Ihr Euch beim Nachkochen orientieren könnt.

Maki Sushi mit mariniertem Ofenkürbis

Maki Sushi mit mariniertem Ofenkürbis

Zutaten

Reis

  • 250 g Sushireis 
  • 500 ml Wasser 
  • 1 TL Salz 
  • 4 EL Reisessig 
  • 2 EL Zucker 

Ofenkürbis

  • 250 g Butternut- Kürbis , Netto- Gewicht
  • 2 EL Sojasauce 
  • 1 EL Limettensaft 
  • 1 TL Honig 
  • 1 Stück Ingwer , (ca. 1,5 x 1,5 cm)
  • 1/2 TL Zitronengras , getrocknet/ gerebelt

weitere Zutaten

  • 4  Nori Seetangblätter 
  •   Bambusmatte , (gibt es günstig im Asialaden oder Online)

als Beilage

  •   Sojasauce 
  •   Wasabi 
  •   eingelegter Ingwer 

Zubereitung

Reis

  1. Den Reis mit Hilfe eines Siebes solange waschen, bis das Wasch-Wasser nicht mehr milchig, sondern klar ist. Anschließend den Reis mit 500 ml Wasser und dem Salz in einen Topf geben und aufkochen lassen. Nun die Herdplatte ausstellen und den Reis 20 min bei geschlossenem Deckel ziehen lassen.
  2. IM nächsten Schritt den Reis in eine Schüssel geben und in einem Topf den Reisessig und den Zucker erwärmen, bis der Zucker sich aufgelöst hat und der Essig leicht dampft.
  3. Die Zucker-Essig-Mischung über den Reis geben und mit Hilfe eines Holzlöffels unter den Reis mischen. Den Reis nun abkühlen lassen.

Ofenkürbis

  1. Den Kürbis schälen, entkernen und die benötigte Menge in Stifte von ca. 0,5 cm Durchmesser schneiden.
  2. Den Ofen auf 175°C bei Ober- und Unterhitze vorheizen. Den Ingwer in sehr feine Würfel schneiden und mit den restlichen Zutaten für die Marinade in eine Auflaufform geben. Alle Zutaten miteinander vermengen, die Kürbisspalten hinzugeben und marinieren.
  3. Die Kürbisspalten für ca. 20 min in den Ofen geben, bis sie weich, aber noch leicht bissfest sind und erkalten lassen.

Finish

  1. Die Bambusmatte ausgerollt auf die Arbeitsplatte legen, so dass die Stäbe der Matte horizontal zu Dir liegen. Ein Noriblatt mit der glänzenden Seite nach unten auf die Matte legen. Anschließend ganz dünn (nicht mehr als 0,5 cm hoch) den Sushireis auf der Matte verteilen. Nur im oberen Bereich ca. 1,5 cm frei lassen.
  2. Ist der Reis gleichmäßig verteilt. Im Abstand von ca 4 cm vom Rand, horizontal, ca. 2 cm breit die Kürbisspalten auslegen.
  3. Nun kann gerollt werden: Zunächst von Euch aus gesehen den vorderen Teil des Noriblatts mit der Bambusmatte nehmen und über die Kürbisspalten stülpen. Nun mit den Händen den "Anfang" der Sushirolle leicht andrücken.
  4. Im nächsten Schritt eine Rolle bilden indem Ihr die Bambusmatte immer weiter leicht anhebt und die sich bildende Rolle mit beiden Händen von Euch weg rollt, bis das "Reis-Ende" erreicht ist. Die noch freie Stelle vom Noriblatt mit etwas Wasser befeuchten (hier schnell sein, da sie schnell aufweicht) und den Rest ebenfalls aufrollen. So wird die Sushirolle geschlossen.
  5. Im letzten Schritt mit einem scharfen Messer ca. 1,5 cm dicke Scheiben von der Rolle schneiden. Fertig!
  6. Genau wie gerade beschrieben, solange verfahren, bis der Reis aufgebraucht ist. Pro 250 g Reis könnt Ihr ca. 4 Rollen Sushi formen (Je nachdem wie viel Reis ihr vorab genascht habt und wie dick ihr die Noriblätter damit bestreicht).

Notizen

Rezept Maki Sushi mit Ofenkürbis selbst gemacht

Rezept Maki Sushi mit Ofenkürbis selbst gemacht

Rezept Maki Sushi mit Ofenkürbis selbst gemacht

Rezept Maki Sushi mit Ofenkürbis selbst gemacht

Rezept Maki Sushi mit Ofenkürbis selbst gemacht

Na, das klingt doch gar nicht so schwer, oder? Seit Ihr bereit es mal selber auszuprobieren? Ich freue mich auf Eure Berichte 🙂

Rezept Maki Sushi mit Ofenkürbis selbst gemacht

Morgen ist Jessi von Jessis Schlemmerkitchen an der Reihe. Ich bin schon gespannt, was sie leckeres aus Kürbis gezaubert hat.

Die Rezepte der anderen Blogger werde ich Tag für Tag unter diesem Blogpost verlinken, so dass ihr die Blogparade bequem hier mitverfolgen könnt:

würziges Kürbis-Dinkelbrot von Veggies Kochwelt
Kürbis Käsekuchen von Jessis Schlemmerkitchen

Zwischendurch könnt Ihr übrigens auch mal gerne bei Fred vorbeischauen. Er hat sich für die Blogparade noch zusätzlich ein tolles Gewinnspiel überlegt. Klick!

 

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Kokos-Mandel Granola mit Kakao

Gehört Ihr eher zum Team Müsli oder zum Team Brot beim Frühstück? Ich muss zugeben, dass ich am liebsten leckeres Sauerteigbrot mit ordentlich Wurst oder leckerem Käse zum Frühstück esse. Ab und zu, gerade am Wochenende, wenn ich ein bisschen mehr Zeit zum Frühstücken habe, esse ich morgens aber auch sehr gerne ein Müsli oder Granola. Das lässt sich nämlich super im Bett oder auf der Couch, bei einer guten Tasse heißem Kaffee, genießen 🙂

Letztes Wochenende hatte ich wieder Lust auf ein leckeres Granola und dank meiner Lebensmittel-Vorräte konnte ich mir schnell ein Frisches mit Hafer, Kokos, Mandeln und Kakao zaubern. Zum Glück habe ich das Rezept schnell mitgeschrieben, damit ich es mit Euch teilen kann.

Kokos-Mandel Granola mit Kakao

Hier ist mein Rezept für Kokos-Mandel Granola mit Kakao für Euch:

Kokos-Mandel-Granola mit Kakao

Kokos-Mandel-Granola mit Kakao

Zutaten

  • 150 g Haferflocken 
  • 65 g Mandeln 
  • 50 g Kokosraspeln 
  • 1 TL Zimt 
  • 10 g Backkakao 
  • 35 g Ahornsirup 
  • 25 g Kokosöl 

Zubereitung

  1. Den Ofen auf 175°C Ober/-Unterhitze vorheizen. Die Mandeln sehr grob hacken und zusammen mit den Haferflocken, den Kokosraspeln, dem Zimt und dem Kakao in eine Schüssel geben. Das Kokosöl zusammen mit dem Ahornsirup erwärmen und über die Zutaten geben. Alles gut miteinander vermischen.
  2. Alle Zutaten in eine Auflaufform geben, gleichmäßig in der Form verteilen und für ca. 10 Min. in den Ofen geben. Nach 5 Min. solltet Ihr das Granola nochmal kurz aus dem Ofen nehmen und gut durch mischen, damit es nicht verbrennt.

Notizen

Kokos-Mandel Granola mit Kakao

Schön z.B. in einem Einmachglas verpackt, eignet sich das Granola übrigens auch super als kleines, schnell zubereitetes Geschenk aus der Küche. Ich habe ein Glas davon gestern an Simone vom Blog Leckerbox verschenkt. Sie ist übrigens meine persönliche Granola Queen 🙂 Von ihr habe ich schon richtig leckere Granola Kreationen, wie Ihr Basismüsli geschenkt bekommen – sehr sehr yummy. Ist immer wieder schade, wenn ich es aufgefuttert habe 😉

Kokos-Mandel Granola mit Kakao

Kürbisstuten mit Pumpkin Spice

Hallo Ihr Lieben. Da bin ich wieder 🙂 Die letzten Wochen war bei mir so einiges los. Ich habe gerade mal eben mein ganzes Leben, sowohl privat als auch beruflich, umgekrempelt und anschließend ein bisschen Zeit mit mir selbst genossen, um mich wieder zu sammeln:

Ich habe viel Zeit draußen in der Natur verbracht und ein bisschen meine Heimat, das Ruhrgebiet erkundet. Dafür brauche ich quasi nur vor die Haustür zu gehen und kann die Natur einfach nur genießen. Wald und Feld sind direkt hinter meinem Haus und zur Ruhr ist es auch nicht weit. Ich liebe es einfach nur durch den Wald zu streifen und die frische Luft zu atmen. 

Feld Hattingen Bochum Linden

Feld und Ruhr in Hattingen

Ruhr Hattingen

Ruhr

Feld Hattingen Bochum Linden

entlang der Ruhr in Hattingen

Wald Hattingen

An einem schönen Sommertag war ich im botanischen Garten in Bochum. Ich war völlig begeistert von der Vielfalt an Pflanzen und werde dort demnächst mal öfters vorbei schauen. Ich bin gespannt wie der Garten sich im herbstlichen Kleid zeigt, die Blätter sich kunterbunt färben und die goldene Sonne sie in ein ganz besonderes Licht rückt.

Biene im Flug

Sommerblumen

Bienen bei der Arbeit

Meine Wohnung hat in den letzten Tagen auch ein bisschen Feinschliff bekommen. Meiner Küche habe ich einen neuen Anstrich verpasst. Ich bin total happy mit der grauen Farbe und überlege jetzt sogar vielleicht auch noch ein paar andere Zimmer meiner Wohnung mit leichten Farbakzenten zu gestalten. Mal sehen – bisher war ich ja immer ein absoluter Verfechter der weißen Wandfarbe.

Küchen Renovierung

Neben dem Kochen ist das Malen mein größtes Hobby. In den letzten Jahren ist es ganz schön zu kurz gekommen. Nun habe ich wieder damit begonnen und fragte mich, wie ich so lange darauf verzichten konnte. Beim Malen kann ich einfach am besten abschalten. Sobald ich den Pinsel in die Hand genommen und mit dem malen begonnen habe, entwickelt sich bei mir immer so eine Art Sucht und ich kann dann nur noch schwer aufhören. Dies führt dann oft dazu, dass ich viel zu spät ins Bett gehe, weil ich mich einfach nicht vom Bild losreißen kann. Bei meinem aktuellen Projekt, ein Motiv mit Blättern für meine Wohnzimmerwand, liegt auf jeden Fall noch einiges an Arbeit, aber auch Zeit für seelische Entspannung vor mir. Von weitem nicht ganz zu erkennen, bekommen die Blätter eine Struktur, indem ich sie schraffiere, also ganz ganz viele feine Striche nebeneinander male. Dies nimmt einiges an Zeit in Anspruch, aber auch unfertig mag ich das Bild schon sehr. Es hängt daher auch, wenn ich gerade nicht male, bereits an seinem Platz an meiner Wohnzimmerwand. Dort macht es sich finde ich auch schon unfertig ganz gut. 

Wohnzimmergestaltung

Und dann gibt es noch zwei Dinge, die ich wieder für mich entdeckt habe 🙂 Das Baden gehen und dabei lesen und viel Sport machen. Aktuell gehe ich wieder min. zweimal die Woche ins Fitnessstudio und ich versuche am WE, wenn ich nicht allzu viele Termine haben, an einem Tag morgens ein Stündchen Bahnen schwimmen zu gehen. Das perfekte Programm für Körper, Geist und Seele. 

Freizeit

Natürlich kam in der ganzen Zeit die Kulinarik trotzdem nicht zu kurz. Auch wenn ich mir viel vor genommen habe, ist es für mich doch immer sehr wichtig abwechslungsreich und lecker zu Essen. Die Bilder von den vielen Köstlichkeiten, die ich seit dem letzten Blogpost gekocht und gebacken habe, haben es allerdings nur auf Instagram geschafft und nicht inklusive Rezept hier auf den Blog. Nun habe ich aber wieder ein Rezept für Euch. Wie wärs, passend zum Herbst, mit einer Scheibe Kürbisstuten mit Pumpkin Spice? Wer kann da nein sagen? 🙂

Kürbisstuten mit Pumpkin Spice

Kürbisstuten mit Pumpkin Spice

Kürbisstuten mit Pumpkin Spice

Zutaten

Teig

  • 300 ml Milch 
  • 60 g Butter 
  • 550 g Mehl , Type 440
  • 1 Packung Trockenhefe 
  • 80 g Zucker 
  • 1 EL Apfelessig 
  • 1 1/2 TL Salz 

Kürbis mit Pumpkin Spice

  • 280 g Kürbis , z.B. Butternut
  • 2  EL Rum 
  • 1 EL Honig 
  • 1 TL Zimt 
  • 1/4 TL Ingwer , gemahlen
  • 1/4 TL Muskat , gemahlen
  • 1/4 TL Piment , gemahlen
  • 1/4 TL Nelke , gemahlen

Am Backtag

  •   kleine Kastenform (20 cm lang) 
  •   etwas Butter 

Zubereitung

  1. Zunächst den Hefeteig vorbereiten: Die Butter in einen Topf geben und bei geringer Hitze schmelzen lassen. Die Milch hinzugeben und mit der geschmolzenen Butter vermischen. Anschließend sollte das Gemisch lauwarm sein und kann vom Herd genommen werden.
  2. Das Mehl in eine große Schüssel geben und mit dem Salz vermischen. Die Hefe, den Zucker und den Essig, sowie die lauwarmen flüssigen Zutaten dazu geben und den Teig mit den Händen einige Minuten zu einem geschmeidigen Hefeteig verarbeiten. Den Teig mit einem sauberen Tuch abdecken und über Nacht (ca. 8 Stunden) ruhen lassen.
  3. Als nächstes den Kürbis marinieren: Hierzu die angegebene Menge Kürbis in sehr kleine Würfelchen schneiden und zusammen mit den weiteren Zutaten in eine Schüssel geben. Alle Zutaten miteinander vermengen, mit Folie abdecken und ebenfalls über Nacht ruhen lassen.
  4. Die Kastenform mit Butter einfetten. Den Kürbis mit einer Schaumkelle aus der Schüssel entnehmen und unter den Teig kneten (Achtung Sud für später aufbewahren!). Den Teig anschließend, gleichmäßig verteilt, in die Kastenform geben. Die Kastenform mit einem Tuch abdecken, bis der Teig nochmals deutlich gegangen ist und über den Rand der Form hinaus schaut.
  5. Den Ofen auf 200°C bei Ober- und Unterhitze vorheizen, den Stuten mit Milch einpinseln und in den Ofen geben. Er benötigt ca. 35 bis 40 Minuten bis er fertig ist.
  6. Den noch heißen Stuten mehrfach mit dem übrig gebliebenen Kürbis-Sud einstreichen. So erhält er einen schönen Glanz.
  7. Den Stuten etwas abkühlen lassen, bevor Ihr ihn aus der Form nehmt.

Kürbisstuten mit Pumpkin Spice

Roggenfeld

Münsterländer Spezialitäten – Teil 1 – Lagerkorn

Letztes Wochenende war ich zusammen mit anderen Foodbloggern eingeladen eine Reise ins das schöne Münsterland zu unternehmen und regionale Spezialitäten kennzulernen. Mit von der Partie waren Jana und Lars vom Blog Tellerabgeleckt, Tine von Pottlecker, Annemarie von Kleines Fräulein Cupcake, Rebecca von Fraeuleinchen, Felix von Felixkochbook und Tobi von Der Kuchenbäcker.

Am ersten Tag durften wir hinter die Kulissen der Feinbrennerei Sasse, die Lagerkorn produziert, schauen. Ich freute mich schon sehr auf die Besichtigung und das Tasting. Besonders gespannt war ich darauf wie mir wohl der Korn schmecken würde. Denn in meinem Kopf herrschte bisher die Meinung vor, dass Korn ein billiges Getränk ist, das vor allem zu Opas Zeiten dazu diente schnell betrunken zu werden und pur eher wenig Genuss verspricht. Daher habe ich Korn bisher pur auch noch nie probiert und ehrlich gesagt auch keine Lust danach verspürt, es einmal auszuprobieren.

Rohstoffe Kornbrand

Der heutiger Inhaber der Brennerei in der 15 Generation Herr Rüdiger Sasse bestätigte, dass ich mit meinem Klischeedenken absolut nicht alleine bin. Seit es in Deutschland Änderungen des Branntweinmonopols gab, war das Ende vieler Kornbrennereien vorprogrammiert. So musste 1985 auch die Brennerei Sasse zunächst ihre Tore schließen. Grund hierfür war, dass der Zukauf und die Verwendung von Industriealkohol nun erlaubt war. Wie man sich denken kann, leidete somit immer mehr die Qualität des im Handel erhältlichen Korns. Der Preis sank zudem, so dass der Alkohol gerne für das schnelle, weniger genussvolle Vergnügen getrunken wurde. Das vorherrschende Klischee entwickelte sich und hatte lange Zeit eine absolute Daseinsberechtigung.

Wie so oft bringt meist der Zufall, wenn man nicht damit rechnet, die besten Freundschaften oder auch Ideen hervor. Bei der Familie Sasse geschah dieses Phänomen an einem Nikolaus Abend im Dezember 1987: Per Zufall entdeckte Rüdiger Sasse eine Flasche Korn, die sein Urgroßvater vor langer Zeit destilliert hatte. Er probierte etwas davon und war begeistert von dem außergewöhnlichen Geschmack des Korns – die Idee, die zu dem Zeitpunkt fast 300 jährige Familientradition wiederzubeleben und ein vollkommen neues Produkt, das Lagerkorn, herzustellen, war geboren. Die Brennerei öffnete wieder ihre Türen und feiert seitdem Erfolge mit seinem Lagerkorn, das geschmacklich Whiskey ähnelt und 2016 sogar den renommierten World Class Destillery Preis gewonnen hat. Seit jeher ist es übrigens Tradition, dass in der Nachbarschaft zu Nikolaus Lagerkorn aus dem sogenannten Nikolausfass ausgeschenkt wird. Komischerweise wird dieses nie leer. Vielleicht füllen es ja die Heinzelmännchen immer wieder auf 😉 

Sasse Feinbrennerei

Bevor wir mit der Führung durch die Brennerei begannen, tranken wir zunächst einen köstlichen Begrüßungsdrink. Amérie, einem ebenfalls von Sasse hergestelltem Aperitif aus Himbeeren und Walderdbeeren, wurde zusammen mit Chardonnay Sekt ausgeschenkt. Lecker fruchtig und dennoch nicht zu süß, war dieser Drink genau nach meinem Geschmack. Der Alkohol machte sich jedoch ziemlich schnell bemerkbar, deswegen war ich froh, dass es vor der Führung noch etwas leckeres zu essen gab. Die ebenfalls in Münster ansässige Manufaktur Wurstmacher hat für uns zwei köstliche, ausgefallene Wurstgerichte gezaubert. Einmal gab es  eine Walnuss- rote Beete Bratwurst mit Kartoffelstampf und Tomate sowie einem Topping aus rote Beete Chips und eine Zitronen-Koriander Bratwurst mit einer Aprikosen-Currysauce mit geröstetem Bacon sowie einem Topping aus würzigem Popcorn. Kaum zu glauben, dass ich dies mal sage, aber die Currywurst hat tatsächlich meiner Lieblingscurrywurst aus dem Ruhrgebiet große Konkurrenz gemacht. Sie war erstklassig. Auch das andere Bratwurstgericht schmeckte sehr gut.

Produkte Sasse Feinbrennerei

Bratwurst und Topping von den Wurstmachern

Unsere Führung begann in der hauseigenen Mühle. Denn Sasse mahlt das Getreide frisch, bevor es zu Korn weiterverarbeitet wird. Für die Kornproduktion wird dabei nur Bio-Getreide verwendet, welches möglichst im Münsterland angebaut wurde.

Selbst in der Mühle werden Fässer mit Lagerkorn gelagert, die dort mit einer feinen Mehlschicht überzogen sind. Da ich solche kleinen Details liebe, habe ich also direkt Fotos davon geschossen und vergessen eines von der Mühle selber zu machen. So bin ich. 

Fass mit Mehlschicht

Wenn das Getreide gemahlen ist, wird es zunächst mit Quellwasser erhitzt (Vormaische). Anschließend wird Malz dazu gegeben und die Maische ruht 3 Tage und 3 Nächste. In dieser Zeit entwickelt sich Zucker, weswegen die Maische nun süßlich schmeckt. Im letzten Schritt wird Hefe dazu gegeben. Dadurch gärt die Maische und entwickelt Kohlensäure sowie bereits etwas Alkohol. Die Maische schmeckt in diesem Stadium sauer.

Ganz vorne auf dem Bild unten ist die Vormaische zu sehen. Das mittlere Glas beinhaltet die süße und das hintere die saure Maische. Wie ihr seht, wechselt auch die Farbe und nicht nur der Geschmack.

Maische

Im nächsten Schritt wird die Maische zweifach gebrannt, bevor sie final destilliert wird. Während dieses Verfahrens entstehen zunächst verschiedene Alkohole und Nebenprodukte, die weniger gesund oder sogar giftig sind. U.a. machen es die verschiedenen Siedepunkte der Alkohole möglich, den guten von dem schlechten Alkohol zu trennen. Auch das sogenannte Fuselöl, das zwar ein Geschmacksträger ist, aber für die Kopfschmerzen nach dem Alkoholkonsum zuständig ist, wird vom Alkohol getrennt.

Die “Geschichte” mit dem Fuselöl kannte von uns bisher keiner. Auf diesem Öl beruht also die abwertende Bezeichnung für schlechten, minderwertigen Alkohol – “Fusel”. Wieder etwas gelernt!

Destille

Fuselöl

Nachdem der Korn fertig gebrannt ist, wird es in Fässer zur Lagerung gefüllt. Das Korn reift darin 4 bis 12 Jahre und wird durch die Lagerung veredelt. Durch die Fasslagerung erhält es sein charakteristisches Aroma. Wie das Lagerkorn allerdings zum Ende der Lagerzeit schmecken wird, hängt von vielen Faktoren ab: Theoretisch und praktisch gesehen, kann Korn, das aus der gleichen Produktionscharge stammt, komplett anders schmecken. Es kommt darauf an wie und worin es gelagert wurde. Dabei ist z.B. entscheidend, in welch ein Fass das Korn gefüllt wurde (z.B. in einem alten Barrique- Cognac oder Sherry- Fass). Auch spielt es eine Rolle wie weit oben ein Fass gelagert wurde. Generell gilt, dass Korn aus Fässern, die weiter oben gelagert wurden, viel feiner und edler im Geschmack ist, wie Korn aus Fässern, die weiter unten gelagert wurde. Grund hierfür ist, dass in der Höhe über das Jahr die Temperaturen sehr unterschiedlich sind. Auch ist es weiter oben zugiger. Bei Kälte zieht sich die Flüssigkeit im Fass zusammen und lässt damit zu, dass mehr Sauerstoff in das Fass hinein gelangen kann. Bei Wärme dehnt sich die Flüssigkeit wieder aus und drückt den Sauerstoff wieder aus dem Fass. Durch diesen Prozess wird die Aromabildung besonders begünstigt.

Bei der Besichtigung ist aufgefallen, dass bei Sasse in fast jedem verfügbaren Raum Fässer gelagert werden. Die meisten Fässer lagern allerdings in den eigens für die Lagerung gebauten “heiligen Hallen”, einer imposanten Halle, in der die Fässer mehrlagig gestapelt lagern.

Lagernkorn Lager

Lagernkorn Lager

Fass Details

Nach der Besichtigung stand ein Lagerkorn Tasting auf dem Programm. Zunächst wurden 6 verschiedene Proben aus verschieden Fässern gezogen. Auch der Korn, der eigentlich nur zu Nikolaus serviert wird, war mit von der Partie. Anschließend probierten wir nach und nach, welche Varianten uns besonders schmecken. Ich hatte gleich drei Favoriten. Mir schmeckte der Korn aus Cognac-, American Oak- und Bordeaux- Fässern am besten. Der Nikolaus Brand entsprach hingegen nicht sehr meinem Geschmack.

Zum Ende des Tastings durften wir uns aus den probierten Sorten ein eigenes Cuvée mischen. Ich “verheiratete” also alle drei Sorten, die mir am besten geschmeckt haben. Entstanden ist ein richtig leckerer Lagerkorn. Ich bin jetzt schon traurig, wenn die Flasche leer ist. Diese Variante werde ich schließlich niemals kaufen können.

Lagerkorn Entnahme

Lagerkorn

Nach dem Tasting wechselten wir die Location. Wir fuhren zu einer schön gelegenen Jagdhütte. Passenderweise bot sich uns von dort aus ein schöner, weiter Blick über Roggenfelder und das Münsterland.

Roggenfeld

Münsterland

Jagdhütte

In der Jagdhütte angekommen, dauerte es nicht lange und wir hatten den ersten Cocktail in der Hand. Der Moscow Mule wurde natürlich mit Korn zubereitet – was auch sonst 😉 Statt gelagerten wurde allerdings ungelagerter Korn verwendet.  

Geweih und Moscow Mule

Die zweite Cocktailvariante hatte es uns allen besonders angetan. Der Cocktail wurde mit einem mit Erdbeeren und Basilikum infusionierten, ungelagerten Korn und Chardonnay Sekt zubereitet. Die Korninfusion wurde vor Ort vom weltweit ersten Korn Ambassador Björn Bochinski zubereitet. Er zeigte uns, wie man innerhalb kürzester Zeit die Infusion selber herstellen kann: Einfach Korn, Erdbeeren und Basilikum in einen ISI Whip Siphon geben. Den Deckel fest verschließen und, je nach Größe des Siphons, die empfohlene Menge Lachgas über die vorgesehenen Patronen einführen. Durch den Druck wird das Korn in die “Zellen” der Früchte und des Basilikums gepresst. Lässt man den Druck anschließend wieder vorsichtig ab, entweicht der Korn wieder aus den Zutaten und enthält nun die Aromatik von Erdbeeren und Basilikum. Nun das Korn durch ein Sieb abgießen – fertig ist die Infusion.

Korn Infusion

Nach zwei Cocktails in der Jagdhütte brauchten wir erstmal eine kleine Pause. Abends trafen wir uns im Lilies-Lokal in Münster, um weitere Cocktail Kreationen mit Korn zu probieren. 

Cocktails mit Korn

Kulinarisch  wurden wir zudem mit einem, wie sich später herausstellte,  hervorragenden 5 Gänge Menü verwöhnt. Als Vorspeise gab es Entenbrust – Herradura Reposado/ Ensalada de Nopales/ Tomate/ Schwarzkirsche.

Entenbrust - Herradura Reposado/ Ensalada de Nopales/ Tomate/ Schwarzkirsche

Als ersten Hauptgang wurde uns Wolfsbarsch – Aprikose/ Gin/ Pfifferlinge/ Kardamom/ Möhren serviert.

Wolfsbarsch - Aprikose/ Gin/ Pfifferlinge/ Kardamom/ Möhren

US Black Angus Hanging Tender – Kohlrabi/ Pastinakenpüree wurde uns als zweiter Hauptgang gereicht.

US Black Angus Hanging Tender - Kohlrabi/ Pastinakenpüree

Als ersten Nachtisch gab es Crème Brûlée – Sansho Blütenpfeffer/ Heidelbeereis/ Physalis-Relish.

Crème Brûlée

Als krönenden Abschluss gab es eine Käseplatte mit einer Käseauswahl aus der Hafenkäserei, bei der wir am nächsten Tag eingeladen waren, um gemeinsam selber Käse herzustellen. Davon berichte ich Euch in Teil 2 von Münsterländer Spezialitäten.

Käseplatte mit einer Käseauswahl aus der Hafenkäserei

! Vielen Dank an die Sasse Feinbrennerei für die Einladung zu diesem Event. Mein Bericht und meine Meinungsäußerungen zum Event und zu den Sasse Korn Produkten etc. bleiben davon unberührt.

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Knusperstangen

In der Regel backe ich mein Brot, meine Brötchen und meinen Kuchen immer selber. Aber auch in meinem Alltag gibt es manchmal Situationen, in denen ich doch nicht drum herum komme, einem Bäcker einen Besuch abzustatten: Neulich habe ich mein Frühstück Zuhause vergessen. Also hielt ich auf dem Weg zur Arbeit noch schnell beim Bäcker an. Und da lagen sie – Knusperstangen. Sie lachten mich an und ich konnte einfach nicht widerstehen 😀 Überlebt haben sie nicht sehr lange. Sie schmeckten hervorragend und waren ganz ganz schnell verputzt.

Knusperstangen

Vor ein paar Wochen hatte ich Gäste zum Brunchen. DER Anlass, um mal wieder etwas Neues auszuprobieren und damit der ideale Zeitpunkt, um das erste Mal selber Knusperstangen herzustellen. Als “Basis” für meine Rezeptidee diente mir das Croissantrezept mit selbstgemachtem Blätterteig vom Blog Knusperstübchen. Die Croissants habe ich schon X-Mal gebacken – einfach köstlich. 

Ich hatte Glück, der erste Versuch selber Knusperstangen herzustellen ist mir gelungen Noch dazu sind sie sehr, sehr gut bei meinen Gästen angekommen. Seitdem backe ich sie immer mal wieder und habe festgestellt, dass man sie auch hervorragend einfrieren und wieder aufbacken kann. So kann ich mir morgens früh vor der Arbeit schnell eine Stange aus dem Eisfach nehmen und kurz aufbacken. Sie schmecken dann so gut wie frisch gebacken.

Und da ich ja bekanntlich gerne lecker Rezepte mit Euch teile, habe ich es für Euch aufgeschrieben und ein paar Schritt für Schritt Fotos für Euch gemacht.

Knusperstange

Knusperstange

Zutaten

Teig

  • 460 g Dinkelmehl , Type 660
  • 275 ml Milch , lauwarm
  • 50 g Butter 
  • 7 g Trockenhefe 
  • 1 EL Zucker 
  • 9 g Salz 

Teig- Weitervearbeitung

  • 250 g Butter , (1 Paket)
  •   Mehl 

Topping

  •   Mohn 
  •   Sesam 
  •   Wasser 

Zubereitung

  1. Das Mehl in eine große Schüssel geben und eine Mulde in der Mitte bilden. Die Trockenhefe sowie den Zucker hinein geben und das Salz um die Mulde herum verteilen, da sich Hefe und Salz im direkten Kontakt "nicht vertragen". Die Milch mit der Butter in einem Topf erwärmen, bis das Gemisch lauwarm ist und in die Mulde geben. Anschließend mit den Händen alle Zutaten miteinander verkneten, bis ein geschmeidiger Hefeteig entsteht. Den fertigen Hefeteig in eine Klarsichtfolie winkeln und 2 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen.
  2. Kurz bevor der Teig wieder aus dem Kühlschrank genommen werden kann, ein Paket Butter aus dem Kühlschrank nehmen und mit einem scharfen Messer ca. 2-3 mm dicke Scheiben vom Block schneiden, bis dieser vollständig aufgeschnitten ist.
  3. Nun die Küchenarbeitsfläche etwas bemehlen und den Teig darauf geben. Anschließend des Teig mit einem Nudelholz zu einem ca. 3-4 mm dicken Rechteck ausrollen.
  4. Der Teig sollte nun mit der kurzen Seite zu Euch gewendet liegen: Die Butterscheiben auf der Hälfte des Teiges (über die gesamte Breite) verteilen. Die nicht belegte Hälfte über die Seite mit der Butter klappen und den Teig leicht andrücken. Den Teig drehen, so dass die nun kurze Seite wieder vor Euch liegt und mit einem Nudelholz erneut zu einem 3-4 mm dicken Rechteck ausrollen.
  5. Auch jetzt sollte wieder die kurze Seite des ausgerollten Teiges vor Euch liegen: Den Teig wie folgt falten. Zunächst legt Ihr den oberen Drittel des Teiges etwas über die Mitte des Rechteckes. Nun legt Ihr das untere Drittel über den zuvor gefalteten Teil. Jetzt ist wieder eine Ruhepause für den Teig im Kühlschrank nötig. Hierfür den gefalteten Teig in Frischhaltefolie einwickeln und eine halbe Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.
  6. Nach der Ruhepause den Teig wieder aus dem Kühlschrank nehmen und mit der kurzen Seite erneut vor sich hin legen. Nun genauso verfahren, wie im letzten Schritt: Den Teig rechteckig ausrollen und wieder in drei Schichten falten. Jetzt benötigt der Teig eine längere Ruhepause über Nacht.
  7. Am nächsten Morgen die Arbeitsfläche erneut bemehlen und den Teig wieder mit der kurzen Seite vor Euch hin legen. Nun ein Rechteck von ca. 3-4 mm ausrollen und den Teig vorsichtig mit einem Pizzaschneider oder einem Messer waagerecht in ca. 12 Streifen schneiden.
  8. Mit einer Sprühflasche oder mit einem Backpinsel vorsichtig etwas Wasser auf den Teigstreifen verteilen. Nun jeweils sechs Streifen mit Mohn und die anderen sechs Streifen mit Sesam bestreuen.
  9. Den Ofen auf 220°C bei Ober- und Unterhitze vorheizen. Um die Knusperstangen zu formen, müsst ihr Euch nur noch jeweils einen Teigstreifen mit Mohn und einen mit Sesam nehmen und diese zu einer schönen gedrehten Stange zwirbeln. Hierfür abwechseln, dicht an dicht den Teigstreifen mit dem Mohn über den Teigstreifen mit dem Sesam legen und anschließend andersherum.
  10. Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen und jeweils gleichmäßig die Teigstangen darauf verteilen.
  11. Sobald der Ofen vorgeheizt ist, ein Blech in den Ofen gehen und die Knusperstangen zunächst 10 min backen lassen. Anschließend die Backofentemperatur auf 150°C reduzieren und die Knusperstangen nochmals ca. 10 min backen lassen, bis sie gold braun sind. Genauso mit dem zweiten Blech verfahren.

Knusperstangen Schritt für Schritt Anleitung

Knusperstangen Schritt für Schritt Anleitung

Knusperstangen Schritt für Schritt Anleitung

Knusperstangen Schritt für Schritt Anleitung

Knusperstangen Schritt für Schritt Anleitung

Knusperstangen Schritt für Schritt Anleitung

Knusperstangen Schritt für Schritt Anleitung

Knusperstangen Schritt für Schritt Anleitung

Knusperstangen Schritt für Schritt Anleitung

Knusperstangen Schritt für Schritt Anleitung

Knusperstangen Schritt für Schritt Anleitung

Knusperstangen Schritt für Schritt Anleitung

Knusperstangen Schritt für Schritt Anleitung

Knusperstangen Schritt für Schritt Anleitung

Probiert das Rezept unbedingt mal aus. Ihr werdet feststellen, dass es wirklich nicht schwierig ist selber Blätterteig herzustellen. Geschmacklich lohnt es sich auf jeden Fall ihn selber herzustellen – ein Genuss – vor allem, wenn man ihn zu Knusperstangen verarbeitet 🙂 .

Knusperstangen Schritt für Schritt Anleitung

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Rezept für Zwiebelbroetchen

Zwiebelbrötchen

Eine Woche Urlaub ist schon wieder fast vorbei. Den ersten Teil habe ich bei meiner Familie verbracht, Schützenfest in der alten Heimat gefeiert und die Familienzeit sehr genossen. Wieder Zuhause angekommen, freute ich mich schon sehr auf meine Küche. Ein paar Tage nicht selber kochen zu können, ist auch mal schön. Vor allem, wenn man von der Mama und Oma verwöhnt wird. Ich freue mich aber immer, wenn ich wieder selber in meiner Küche aktiv werden kann.

Kurz vorm Schlafengehen dachte ich darüber nach, was ich am nächsten Tag zum Frühstücken essen möchte. Irgendwie hatte ich Lust auf ein kräftiges Brot oder Körnerbrötchen, konnte aber keines von beiden in meiner Tiefkühltruhe finden. Normalerweise backe ich immer auf Vorrat, aber auch der ist irgendwann erschöpft, wenn man mit dem Backen nicht hinterher kommt 😉 Da gekaufte Brötchen für mich keine Option sind, ging ich kurzerhand in die Küche, lies mich von meinen Vorräten inspirieren und legte einfach los. Entstanden ist ein Rezept für Zwiebelbrötchen, die ich am nächsten Morgen noch leicht warm mit Ei, Tomaten und Basilikum auf meine Balkon zwischen meinen Gemüsepflanzen genossen habe.

Rezept für Zwiebelbrötchen

Eibrötchen

Da mir die Brötchen so gut geschmeckt haben, habe ich sie heute Morgen kurzerhand nochmal gebacken, um das Rezept für Euch aufzuschreiben und eine fotografische Schritt für Schritt Anleitung vorzubereiten.

Overnight Zwiebelbrötchen

Overnight Zwiebelbrötchen

Zutaten

  • 400 g Dinkelmehl , Type 630
  • 100 g Roggenmehl , Type 1150
  • 35 g Röstzwiebeln 
  • 20 g Sonnenblumenkerne 
  • 370 g Wasser 
  • 4 g Trockenhefe 
  • 1 EL Olivenöl 
  • 11 g Salz 
  •   Mehl 

Zubereitung

  1. Am Vorabend alle Zutaten in eine Rührschüssel geben. Den Teig mit Hilfe einer Küchenmaschine ca. 5 min auf mittlerer Stufe mit Knethaken kneten lassen. Natürlich kann der Teig auch mit einem Handmixer mit Knethaken geknetet werden. Hierbei die Knetzeit evtl. etwas erhöhen, bis ein homogener Hefeteig entsteht und sich der Teig leicht von den Knethaken lösen lässt.
  2. Den Teig mit einer Folie abdecken und über Nacht 8 - 10 Stunden bei Zimmertemperatur ruhen lassen.
  3. Am nächsten Tag die Arbeitsfläche bemehlen und den Teig darauf geben.
  4. (siehe Fotos) Den Teig in ein Rechteck ziehen und zu einem Paket einschlagen. Nun das Paket in die länge ziehen und mit einem Teigschaber oder Messer den Teig in 8 Brötchen teilen.
  5. Ein Backblech mit Backpapier auslegen, die Brötchen mit etwas Abstand darauf legen. Die Brötchen mit einem sauberen Küchenhandtuch abdecken und ca. 1 Stunde ruhen lassen.
  6. Den Ofen auf 250°C bei Ober- und Unterhitze vorheizen lassen, die Brötchen hineingeben und ca. 15 min backen lassen.

Notizen

Zwiebelbrötchen Teilzubereitung Step by Step

Zwiebelbrötchen Teilzubereitung Step by Step

Zwiebelbrötchen Teilzubereitung Step by Step

Zwiebelbrötchen Teilzubereitung Step by Step

Zwiebelbrötchen Teilzubereitung Step by Step

Zwiebelbrötchen Teilzubereitung Step by Step

Zwiebelbrötchen Teilzubereitung Step by Step

Rezept für Zwiebelbrötchen

Die Brötchen eignen sich bestimmt auch wunderbar als Beilage zum Grillen. Ich werde sie für den nächsten Grillabend direkt nochmal backen und dazu frische Kräuterbutter oder Kräuterquark servieren.

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Tomaten und Co. – meine Reise in
die Niederlande – Teil 3

Vor ein paar Wochen habe ich mein Balkon aufgeräumt und all die alten Gemüsepflanzen aus dem letzten Jahr entsorgt. Ein paar Pflanzen, wie Kartoffeln und Zuckererbsen sind für dieses Jahr schon eingezogen und wachsen ordentlich. Meine Erdbeerpflanzen aus den Vorjahren tragen auch schon einige Blüten und versprechen eine reiche Ernte, wenn das Wetter endlich mal mitspielt und uns ein bisschen Sonne und Wärme schenkt. Hinzu kommen bald Tomaten- und Minigurkenpflänzchen. Diese werden von meiner Tante und meinem Onkel für mich liebevoll, zusammen mit ihren eigenen Pflänzchen für ihren Garten, aufgezogen. Ich hoffe ich kann sie bald adoptieren, um meinen Balkon endlich für dieses Jahr fertig mit Pflanzen bestücken zu können. 

Wenn ich drinnen an meinem Schreibtisch oder auf der Couch sitze und das aktuell vorherrschende Grau in Grau draußen beobachte, denke ich oft an meine Reise mit anderen Foodbloggern letztes Jahr in die Niederlande zurück. Am zweiten Tag wurden wir eingeladen ein Gewächshaus in luftigen Höhen zu besichtigen, das auf ein ehemaliges Fabrikgebäude in 40 m Höhe gebaut wurde. Ich war damals total gespannt auf die Besichtigung, denn ich hatte zuvor bereits öfters von Urban Farmers Projekten gehört, deren Ziel es ist, in Städten Flächen zu schaffen, auf denen frisches Gemüse herangezogen werden kann. Oft werden hierfür Brachflächen genutzt. Ein altes Fabrikgebäude zweckzuentfremden und in solch luftigen Höhen ein Gewächshaus zu bauen, klang dabei für mich besonders aufregend und ich freute mich schon darauf, mehr über das Projekt zu erfahren.

Oben angekommen, erwartete uns zunächst ein wunderschöner Ausblick über die Dächer Den Haags. Die Sonne ging gerade auf und bereitete uns allen ein wunderschönes Lichtspiel. Ich fühlte mich sofort pudelwohl und in meinem Kopf manifestierte sich direkt der Wunsch in einem Glashaus wohnen zu können. Ich liebe wohliges Licht genauso so sehr wie gutes Essen. Mein Stimmungsbarometer steigt jedes Mal erheblich an, wenn man mich mit Licht füttert.

Bevor wir durch das Gewächshaus geführt wurden, gab es erstmal ein liebevoll zubereitetes Frühstück, das noch dazu köstlich schmeckte. Die Bilder sagen alles, oder?

Anschließend bekamen wir eine Führung durch das 1.500 Quadratmeter große Gewächshaus in dem jedes Jahr 45 Tonnen Gemüse und, wie wir während der Führung erfuhren, zusätzlich 19 Tonnen Fisch angebaut und gezüchtet werden. Damit die Produktion des Gemüses besonders nachhaltig erfolgen kann, wird ein Aquaponics System genutzt: Gemüse und Fisch werden in einer Art Kreislauf gemeinsam produziert. Das Wasser der Fische wird regelmäßig gewechselt und dient anschließend als Dünger für die Pflanzen. Die Pflanzen reinigen wiederum das Wasser, so dass es anschließend wieder als Wasser für die Fische verwendet werden kann. Klingt spannend, oder? Die Fische werden eine Etage unterhalb des Gewächshauses gezüchtet. Meine Kamera ist nicht mehr die jüngste. Da wir nicht mit Blitz fotografieren konnten, um die Fische nicht zu erschrecken, habe ich kein vernünftiges Foto hinbekommen. Dafür habe ich jetzt umso mehr schöne Fotos vom Gewächshaus für Euch, in dem letztes Jahr vorrangig Tomaten, Salat und Kresse angebaut wurde. 

Wenn ihr irgendwann mal die Gelegenheit haben solltet, ein solches Gewächshaus besuchen zu können, nehmt sie auf jeden Fall wahr – ein ganz besonderes Erlebnis. 

Ich hätte den ganzen Tag am liebsten im Gewächshaus verbracht, aber der Besuch dort stand natürlich nicht als einziges auf unserer Agenda. Als nächstes besuchten wir Harvest House, die  Premium- Tomaten und weitere Gemüsesorten anbauen. Zum Mittagessen bekamen wir köstliche Variationen mit Tomaten serviert und durften dem Koch bei der Zubereitung der Gerichte über die Schulter schauen. Es gab Gazpacho von der Tomate mit Tomatenmarmelade, eine Variation mit Auster, Gemüsecocktails sowie eine Lachsvariation. 

Nachhaltig beeindruckt hat mich die Tomatenmarmelade. Ich habe sie Zuhause bereits mehrfach selber zubereitet und damit u.a. italienisch angehauchte Summerrolls zubereitet. Wer mir auf Instagram folgt, hat bestimmt schon das ein oder andere Bild meiner Summerrolls- Variation entdecken können. Das Rezept gibt es bald hier auf meinem Blog. 

Nächste Woche Donnerstag und Freitag fahre ich wieder nach Holland. Dieses Mal dürfen wir orientalische Köstlichkeiten probieren und kochen gemeinsam mit Kalbfleisch. Ich freue mich schon wieder sehr auf die Reise. Ihr dürft gespannt sein und könnt mich gerne über Instagram Storys auf meiner Reise begleiten.

Vielen Dank nochmals an die Agentur Seidl für die Einladung zu dieser tollen und für mich sehr eindrucksvollen Reise letztes Jahr. 

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