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Käsesalat - Brunch - Frühstück

Käsesalat mit Gouda und Dilldressing

Neulich war ich beim Real einkaufen und wurde an der Käsetheke gefragt, ob ich den hausgemachten Käsesalat einmal probieren möchte. Ich willigte ein und bekam ein Schälchen davon zum Probieren mit. Hohe Erwartungen hatte ich irgendwie nicht, freute mich aber dennoch auf den Salat, da ich schon beim Einkaufen ein Hüngerchen verspürte und der Käsesalat einen guten Snack vor dem Kochen darstellen würde.

Käsesalat - Brunch - Frühstück

Zuhause angekommen, verstaute ich meine Einkäufe, schnappte mir eine Gabel und probierte den Salat. Was soll ich sagen – er schmecke vorzüglich. So gut, dass ich direkt in die Analyse ging, welche Zutaten er wohl enthält und mir Notizen machte. Gestern hatte ich Urlaub und habe die Zeit genutzt, um das Rezept nachzuahmen. Ich habe es geschafft und den Geschmack 1 zu 1 getroffen. Da sich der Käsesalat bestimmt auch wunderbar auf dem österlichen Frühstückstisch macht, habe ich mich beeilt und das Rezept schnell für Euch aufgeschrieben. 

 

Käsesalat

Zutaten

Für: 4 Portionen
  • 450 g junger Gouda 
  • 1 Stück Grün einer Frühlingszwiebel 
  • 1/4 Stück rote Paprika 
  • 1/4 Stück Gurke 
  • 2 Scheiben gekochter Schinken 
  • 1 EL frischer Dill , , gehackt
  • 2 EL neutrales Öl 
  • 2 TL Weißweinessig 
  •   Salz 

Zubereitung

  1. Den Gouda in Würfel (ca. 8 x 8 mm) schneiden.
  2. Das Grün der Frühlingszwiebel in sehr feine Ringe schneiden.
  3. Das Gurkenstück halbieren. Das Kerngehäuse mit einem Löffel entfernen. Anschließend das Stück in feine Würfelchen (ca. 3 x 3 mm) schneiden.
  4. Bei dem Paprikastück mögliche Kerne oder weiße Stellen entfernen. Anschließend das Stück in feine Würfelchen (ca. 3 x 3 mm) schneiden.
  5. Die 2 Scheiben Kochschinken in Quadrate (ca. 1 x 1 cm) schneiden.
  6. In eine Salatschüssel den gewürfelten Gouda und Schinken, 2 EL des Frühlingszwiebel- Grüns, 4 EL der Gurkenwürfelchen, 3 EL der Paprikawürfelchen sowie den Dill, das Öl, den Weißweinessig und Salz geben. Alle Zutaten gut miteinander verrühren.
  7. Den Salat ca. 1 Stunde vor dem Servieren ziehen lassen, damit sich alle Geschmackskomponenten gut miteinander kombinieren.

Notizen

Käsesalat - Brunch - Frühstück

Und für die jenigen, die keine Zeit haben selber den Salat zuzubereiten und ihn dennoch probieren wollen – die Damen von der Käsetheke freuen sich bestimmt über einen Besuch 🙂

 

Rosinenbrötchen Rezept ohne Zucker

Rosinenbrötchen

Vorletztes Wochenende habe ich mir vorgenommen mal wieder einen neuen Vorrat an Brötchen zu backen. Auf der Agenda stand ein Rezept für Sauerteigbrötchen mit Übernachtgare aus dem Buch Brot, Brot, Brot von Martin Johnsson. Wie es mir bei Rezepten so oft passiert, habe ich nur den Titel und grob die Zutatenliste gelesen. Dies wurde mir mal wieder zum Verhängnis: Kurz vor dem zu Bett gehen, setzte ich den Teig an. Anschließend las ich den Rezepttext, welche Schritte am nächsten Tag zu tun wären und kippte aus allen Wolken, denn der Text offenbarte mir, dass ich die Brötchen nicht, wie zuvor gedacht, direkt am Morgen sondern erst am Abend fertig backen kann. Da stand ich nun und ärgerte mich über mich selbst. Schließlich hatte ich mir bereits ausgemalt, wie ich morgens, schön gemütlich, die frisch gebackene Brötchen mit einem leckeren Frühstücksei genieße. Was nun? Die Lösung präsentierte sich ein paar Seiten weiter. Dort entdeckte ich eine Rezept für Rosinenbrötchen. Der Clou am Rezept – es kommt ganz ohne Zucker aus und gesunde Sonnenblumenkerne, Leinsamen und Roggenmehl kommen mit in den Teig. Das schmeckt, fragte ich mich? Mein Ehrgeiz war geweckt es einmal mit dem Rezept zu versuchen.

Dieses Mal versicherte ich mich ganz genau, ob sich das Rezept für die Übernachtgare eignet,  modifizierte es ein wenig nach meinem Geschmack und rührte den Teig zusammen. Am nächsten Morgen buk ich die Rosinenbrötchen, biss eine Ecke ab und war im siebten Rosinenbrötchenhimmel – die Brötchen schmeckten auch ohne die Zugabe von Zucker wunderbar süß. Das gleiche passierte meinem Freund, als er Mittags zu Besuch kam und sich direkt ein Brötchen aus dem Brotkorb schnappte. Man sah es ihm förmlich im Gesicht an, dass es ihm sehr gut schmeckte. Zwei Tage später nahm ich mir ein zuvor eingefrorenes und wieder aufgebackenes Rosinenbrötchen mit zur Arbeit, erzählte meiner Kollegin von meinem Erlebnis und gab ihr auch eine Ecke zum Kosten. Auch sie war ganz angetan und wollte gleich noch ein Stück. Ich würde sagen, das Rezept war ein absoluter Volltreffer, deswegen muss ich es natürlich umbedingt mit Euch teilen. 

Overnight Rosinenbrötchen Rezept ohne Zucker

Rosinenbrötchen

Zutaten

Für: 7 Brötchen

Teig

  • 250 g Dinkelgrieß , Type 630
  • 150 g Roggenmehl , Type 1150
  • 2 g Trockenhefe 
  • 100 g Rosinen 
  • 50 g Sonnenblumenkerne 
  • 2 EL Leinsamen 
  • 8 g Salz 
  • 350 ml lauwarmes Wasser 

Sonstiges

  •   Mehl , zum Bemehlen

Zubereitung

  1. Alle Zutaten in eine Rührschüssel geben und mit einem Kochlöffel alle Zutaten miteinander vermischen.
  2. Die Schüssel mit einem Deckel oder Folie abdecken und den Teig 8 - 9 Stunden (über Nacht) bei Zimmertemperatur gehen lassen.
  3. Nach der Ruhezeit die Küchenarbeitsplatte bemehlen, den Teig darauf geben, von oben ebenfalls leicht bemehlen und den Teig mit einem Teigspachtel in 6-7 Portionen teilen.
  4. Nun können die Brötchen geformt werden: Hierzu die Hände leicht bemehlen, jeweils eine Portion des Teiges in die eine Hand geben und mit der anderen Hand den Teig von den Seiten in die Mitte des Teiglings ziehen, so dass runde und auf einer Seite glatte Brötchen (Rückseite) entstehen. Das fertig geformte Brötchen auf die immer noch bemehlte Arbeitsfläche legen. Die glatte Seite sollte dabei nach oben zeigen.
  5. Sind alle Brötchen geformt, müssen sie nochmals eine 1 1/2 Stunden ruhen. Hierzu die geformten Brötchen mit einem sauberen Küchentuch abdecken.
  6. Kurz vor dem Ende der Gehzeit, den Ofen auf 250°C bei Ober- und Unterhitze aufheizen. Ist die Temperatur erreicht, könnt Ihr die Brötchen vorsichtig mit Hilfe einen Teigspachtels auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und in den Ofen geben. Sie brauchen 15 Minuten im Ofen.

Overnight Rosinenbrötchen Rezept ohne Zucker

Seit vorletztem Wochenende habe ich die Rosinenbrötchen jetzt schon dreimal neu gebacken. Ein paar habe ich immer eingefroren, damit man jederzeit in den Genuss von frischen Rosinenbrötchen kommen kann. Aufgebacken schmecken sie wieder wie frisch gebacken und warm natürlich besonders gut.

Rezept für Grießbrei ohne Sahne mit Bananenmilch und Früchten

Bananenmilch Grießbrei mit Früchten

Ein gutes Frühstück ist für mich sehr wichtig, um gut in den Tag starten zu können. Egal ob im Büroalltag oder am Wochenende, es ist mir wichtig, dass es abwechslungsreich ausfällt. Mal gibt es frisch gebackenes Brot oder Brötchen mit süßem oder herzhaften Belag, mal Rührei, Spiegeleier, Müsli, Grieß- oder Milchreis. Auch zu einem Cupcake oder Kuchen sage ich morgens nicht nein. Besonders wenn meine Bloggerkollegin Squirrel of Nom wieder welche mit zur Arbeit gebracht hat 🙂

Heute verrate ich Euch eines meiner aktuellen absoluten Lieblings- Frühstücksrezepte. Schnell zubereitet, eignet sich mein Rezept für Bananenmilch Grießbrei mit Früchten gut für ein leckeres Frühstück im Büro. Aber auch zum Wochenende schmeckt er wunderbar, um es sich mit einer schönen Zeitschrift, einem spannenden Buch auf der Couch gemütlich zu machen.

Rezept für Grießbrei ohne Sahne mit Bananenmilch und Früchten

Rezept für Grießbrei ohne Sahne mit Bananenmilch und Früchten

Bananenmilch Grießbrei mit Früchten

Zutaten

Für: 2 Portionen
  • 2  sehr reife Bananen 
  • 350 ml Milch 
  • 35 g Dinkelgrieß , , alternativ herkömmlicher Weichweizengrieß
  • 2 EL Ahornsirup 
  •   Früchte nach Belieben , z.B. Banane, Himbeeren, Erdbeeren, Blaubeeren oder Brombeeren

Zubereitung

  1. Zunächst die Bananenmilch herstellen. Hierzu die Bananen und die Milch z.B. in einem Mixer geben und die Bananen solange mit der Milch mixen, bis keine Stückchen mehr zu sehen sind und die Milch leicht schaumig wird.
  2. Die Milch sowie den Ahornsirup in einen Topf geben und aufkochen lassen. Den Herd ausstellen und den Grieß mit einem Schneebesen in die Milch einrühren. Solange weiter rühren, bis ein Brei entsteht. Nun den Grieß in zwei Schüsseln verteilen, ca. 5 min zeihen lassen und mit Früchten nach Wahl garnieren. Fertig!

Notizen

Rezept für Grießbrei ohne Sahne mit Bananenmilch und Früchten

Den Grießbrei mit Bananenmilch zuzubereiten ist ein echter Geheimtipp. Um einen fluffigen Grießbrei zu kochen, kommt man meist nicht drum herum geschlagene Sahne unterzuheben. Die Banane in der Milch sorgt hier jedoch für den gleichen Effekt, so dass man sich so einige Kalorien und ein schlechtes Gewissen sparen kann. 

Rezept für Grießbrei ohne Sahne mit Bananenmilch und Früchten

 

Hirtenmakkaroni

Hirtenmakkaroni

Werbung – Wer kennt es nicht? Man ist im Urlaub und probiert dort viele köstliche Gerichte, die klassisch in der Heimat nicht auf den Tisch kommen. Man kann davon einfach nicht genug bekommen, daher nimmt man sich spätestens am letzten Urlaubstag vor, die Urlaubserinnerungen Zuhause wieder zum Leben zu erwecken. Zu diesem Zweck werden noch am Urlaubsort fleißig Zutaten eingekauft. Vielleicht schafft man es ja die Gerichte Zuhause 1 zu 1 nachzukochen, um anschließend in Urlaubserinnerungen schwelgen zu können.

Zuhause angekommen gibt es verschiedene Versionen, wie die Geschichte
weiter gehen könnte:
  1. Der Alltag holt einen wieder ein und man schafft es nicht die eigenen Vorhaben in die Tat umzusetzen. 
  2. Man kocht die Gerichte aus dem Urlaub nach und stellt enttäuscht fest, dass sie nicht genauso schmecken, wie es in den Erinnerungen abgespeichert sind.
  3. Man hat sich verschiedene fertige Spezialitäten, wie Oliven, Wein und Co. mitgebracht. Diese schmecken Zuhause auch nicht wie im Urlaub, obwohl man selber keine Hand angelegt hat.
  4. Unwahrscheinlich, aber dennoch möglich: Es schmeckt alles genauso, wie im Lieblingsrestaurant im Urlaubsort.

Die erste Situation ist bei mir Realität geworden, als ich aus dem letzten Südtirolurlaub zurück gekommen bin: Wie jedes Mal, kehrten wir dort bei der Wurzeralm, in der Nähe von Haflingen, ein. Klassisch esse ich dort immer Hirtenmakkaroni, die dort besonders gut schmecken. Nach einer besonders langen und anstrengenden Wanderung ist dieses Gericht einfach nahezu perfekt, um wieder zu Kräften zu kommen und schmeckt wunderbar würzig. In der Nudelsauce wird traditionell Südtiroler Speck verarbeitet. Also kaufte ich mir kurz vor der Abreise ein großes Stück davon. Wieder Zuhause angekommen, verging Woche um Woche und ich fand keine Zeit dazu den Speck zu verarbeiten. Eines Tages stellte ich enttäuscht und wütend auf mich selbst fest, dass der Speck schon seit einiger Zeit abgelaufen war. Da es damals keinen echten Südtiroler Speck bei uns in der Nähe im Supermarkt gab, war meine Idee, die Hirtenmakkaroni nachzukommen, erstmal für mich gestorben (genauso wie der Speck 🙁 ).

Ausblick auf der Wurzeralm in Südtirol

Wurzelalm in Südtirol bei Haflingen

Neulich war ich beim Bloggercafé by Seidl eingeladen. Dort stellte sich R&S, ein Essener Traditionsunternehmen, das sehr hochwertige Wurst-, Salami- und Schinkenspezialitäten aus ganz Europa vertreibt, vor. 1964 von Albert Rauch gegründet, wird das Unternehmen heute immer noch von seiner Frau, seinen Kindern und circa 200 Mitarbeitern geführt.  Neben den vielen leckeren Produkten ihrer Kooperationspartner, betreibt die Familie Rauch bis ihre eigene Südtiroler Speck Manufaktur „Merano Speck“ in Meran. Als ich meine „Hirtenmakkaroni-Geschichte“ erzählte, zauberten sie sogleich ein Stück Speck hervor und stellten es mir zur Verfügung, um mein Vorhaben endlich in die Tat umzusetzen.

Meine Rezept für köstliche Hirtenmakkaroni habe ich für Euch aufgeschrieben:

Hirtenmakkaroni

Hirtenmakkaroni

Zutaten

Für: 6 Portionen
  • 150 g Tiroler Schinken 
  • 150 g gekochter Schinken 
  • 600 g Hackfleisch , Halb & Halb
  • 2  Zwiebeln 
  • 2  Knoblauchzehen 
  • 250 g Champignons , klein
  • 300 g Erbsen , TK
  • 500 g passierte Tomaten 
  • 1/2 l Gemüsebrühe 
  • 200 g Sahne 
  •   Oregano 
  •   Muskat 
  •   Salz 
  •   schwarzer Pfeffer 

Zubereitung

  1. Zunächst alle Zutaten vorbereiten: Die Zwiebeln und den Knoblauch schälen und beim Knoblauch den inneren Strunk entfernen. Den Knoblauch durch eine Knoblauchpresse geben. Die Zwiebeln, den Tiroler Speck sowie den gekochten Schinken in kleine Würfel schneiden. Die Champignons putzen. Solltet ihr kleine Champignons bekommen haben, können sie später im Ganzen in die Sauce gegeben werden. Ansonsten sollten sie in mundgerechte Stücke geschnitten werden.
  2. Zunächst den Speck in einem großen Topf geben und anbraten, bis er leicht gebräunt ist. Anschließend die Zwiebeln und den Knoblauch dazugeben und diese anschwitzen lassen.
  3. Nun die angebratenen/angeschwitzten Zutaten in eine Schüssel geben, ggf. etwas Öl in den Topf geben und das Hackfleisch darin anbraten.
  4. Im nächsten Schritt die Schinkelnwürfelchen, die passierten Tomaten, die Gemüsebrühe und Sahne, die Champignons sowie die Gewürze hinzugeben, die Sauce kurz aufkochen und anschließend auf kleiner Flamme ca. 1 Stunde ziehen lassen.
  5. Kurz vor Ende der Garzeit die Erbsen hinzugeben und die Makkaroni in gesalzenem Wasser kochen. Fertig!

Notizen

Soweit ich es nach vier Jahren sagen kann, die ich leider nicht mehr in Südtirol war, schmeckte die Sauce annähernd so, wie ich sie auf der Wurzelalm kannte. Es wird also dringend Zeit Südtirol mal wieder einen Besuch abzustatten, um mich nochmal von dem Originalgeschmack überzeugen zu können.

Hirtenmakkaroni

Merano Speck habe ich übrigens jetzt mittlerweile in einigen Supermärkten entdeckt. Meine Südtiroler Speck „Durststrecke“ ist also hiermit beendet.

Vielen Dank nochmal an die Familie Rauch für das leckere Stück Merano Speck und die Agentur Seidl für die Organisation des Blogger Cafés.

Overnight- Pull Apart- Brötchen mit Polenta und Kürbiskernen

Overnight- Pull Apart- Brötchen
mit Polenta und Kürbiskernen

Für mich gibt es am Wochenende keinen besseren Start in den Tag, als in meiner Küche zu stehen, Brötchen zu backen und sie anschließend zum Frühstück zu genießen. Die ganze Wohnung duftet dann nach frisch Gebackenem – das liebe ich besonders. Manchmal wünsche ich mir, dass ich den Duft in einem Glas auffangen zu können Dann könnte ich mir unter der Woche immer zwischendurch einen kleines bisschen von der Wochenendstimmung zurück holen, wenn ich daran rieche – das wäre schön 🙂

Letztes Wochenende hatte ich mal wieder Lust etwas in meiner Küche zu experimentieren und habe mich von meinen Vorrat an Mehl, Getreide, Nüssen, Samen und Kernen inspirieren lassen. Entstanden ist ein Rezept für Overnight- Pull Apart- Brötchen mit Polenta und Kürbiskernen. Der Clou an den Brötchen ist, dass sie dreilagig sind. So kann man das Brötchen nicht, wie üblich in zwei Hälften teilen, sondern man erhält durch die Falttechnik drei Scheiben – sehr praktisch.

Auch von Vorteil – der Teig kann am Abend vorher schon vorbereiten werden. So müsst Ihr die Brötchen am nächsten Morgen nur noch formen und backen, bevor ihr sie zum Frühstück servieren könnt.

Overnight Brötchen mit Polenta und gerösteten Kürbiskernen

Overnight Brötchen mit Polenta und gerösteten Kürbiskernen

Zutaten

Für: 5 Brötchen

Brühstück

  • 40 g Wasser 
  • 40 g Kürbiskerne 

Kochstück

  • 100 g Polenta , (Maisgries)
  • 250 g Wasser , (zum Kochen der Polenta)
  • 270 g Wasser 

Basiszutaten

  • 500 g Dinkelvollkornmehl 
  • 5 g Trockenhefe 
  • 10 g Olivenöl 
  • 12 g Salz 

Sonstiges

  •   Maismehl , (alternativ Weizenmehl)

Zubereitung

  1. Kürbiskerne in einer Pfanne anrösten und in eine Schüssel geben. Wasser im Wasserkocher erhitzen und die Kürbiskerne damit überbrühen. Diese nun für ca. eine halbe Stunde ruhen lassen.
  2. Wasser erhitzen bis es kocht, die Herdflamme runter stellen und die Polenta mit einem Schneebesen einrühren. Ca. 1 - 2 min weiter rühren, damit die Polenta das Wasser optimal aufnehmen kann und aufquilt. Die gekochte Polenta anschließend vom Herd nehmen und nach und nach das weitere Wasser unterrühren, damit die Polenta etwas runterkühlt.
  3. In eine große Schüssel alle Basiszutaten, die gekochte Polenta sowie die Kürbiskerne geben und mit Hilfe eines Handrührgerätes mit Knethacken oder einer Küchenmaschine zu einem geschmeidigen Hefeteig verarbeiten.
  4. Den Teig über Nacht bei Zimmertemperatur ruhen lassen. Bei mir sind das immer ca. 8 Stunden.
  5. Die Küchenarbeitsplatte mit Maismehl bemehlen und den Teig darauf geben. Etwas Maismehl über den Teig geben und ihn mit den Teig mit den Händen zu einem Rechteck ziehen, bis er ca. 1 cm dick ist. Den Teig von oben nun, falls nötig, so bemehlen, dass er an keiner Stelle mehr klebt. Die Mehlschicht wird benötigt, damit der Pull Apart Effekt nach dem Backen entsteht. Nun den Teig so vor sich legen, dass die breite Seite zu einem hin neigt und vertikal 5 Streifen mit einem Teigspachtel abstechen. Anschließend die Brötchen in Form bringen indem Ihr sie faltet (siehe Abbildung unter dem Rezept).
  6. Die fertig gefalteten Brötchen mit einem sauberen Küchenhandtuch bedecken und 1/2 Stunde ruhen lassen. In der Zwischenzeit den Ofen auf 250°C vorheizen.
  7. Die Brötchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und dieses in den Backofen schieben. Für die Krustenbildung mit einer Sprühflasche Wasser an die Backofenwände spritzen (kein Muss!). Nun die Brötchen zunächst bei 250°C 5 Min. backen lassen anschließend den Backofen kurz vollständig öffnen, um Dampf entweichen zu lassen. Anschließend die Temperatur des Ofens auf 175°C reduzieren und die Brötchen noch ca. 10 Min ausbacken lassen.

Notizen

Overnight- Pull Apart- Brötchen mit Polenta und Kürbiskernen

Manchmal ist es echt vom Nachteil, wenn man ordentlich Hunger hat und das Essen noch fotografieren muss. Mein Magen hat schon nach dem Aufstehen ordentlich geknurrt und ich konnte es kaum abwarten den ersten Bissen von den Brötchen zu nehmen. Als die Fotos dann endlich im Kasten waren, war der erste Biss in das Brötchen dafür um so köstlicher. Den besonders knusprigen Deckel des Brötchens habe ich in Windeseile mit Nuss-Nougat-Creme, die zweite Scheibe mit Ei und Remoulade und die dritte mit Käse verspeist – Yummy.

Overnight- Pull Apart- Brötchen mit Polenta und Kürbiskernen

Ich bin ein absoluter Fan der Overnight- Backmethode. Weitere Overnight- Brötchenrezepte von mir findet Ihr hier.

Overnight- Pull Apart- Brötchen mit Polenta und Kürbiskernen

Nixon

Schöne Momente sind da, um sie zu teilen, deswegen muss ich Euch heute unbedingt von Rosenmontag erzählen. Wer jetzt allerdings eine Story rund um bunte Kostüme, stimmungsvolle Musik, Berliner und Krapfen, Helau, Alaaf und Ahoi erwartet, liegt falsch, denn ich bin ein geborener Karnevalsmuffel. Das einzig Gute an Rosenmontag war für mich, als Mädel vom Niederrhein, immer das verlängerte Wochenende. Im Ruhrgebiet ist davon allerdings leider keine Rede. Irgendwie fühle ich mich also jedes Jahr aufs Neue um einen freien Tag „betrogen“, wenn ich zur Arbeit fahre und meine Familie Zuhause frei hat  😉 

Dieses Jahr zum Rosenmontag gab es dennoch einen Grund zur Freude. Abends war ich zusammen mit Elke von Herzstück, Peter von Genussbereit,  Tine von Pottlecker, Gabi von USA kulinarisch, Florian von Big Meat Love und Sascha von Lecker muss es sein in Pias Restaurant NIXON eingeladen. Gemeinsam freuten wir uns auf einen schönen Abend mit leckerem Essen und Wein. Pia hatte uns im Vorfeld schon die Menükarte zugeschickt, so dass die Vorfreude besonders groß war.

Einige von Euch kennen Pia vielleicht schon aus Rosins Kochschule oder aus ihrer Grillacademy- oder POTT.CURRY Foodtruck Zeit. Das NIXON ist Pias neustes Projekt und wurde letztes Jahr im Sommer eröffnet. Als Pia von Frank Rosin erfuhr, dass der Gelsenkircher Golfclub Haus Leythe einen neuen Pächter für das Clubrestaurant sucht, nutze sie die Gelegenheit ihr eigenes Restaurant dort zu eröffnet. Seitdem ist das Restaurant so gut besucht, dass es ratsam ist, dort zu reservieren, wenn man Pias Kreationen genießen möchte. 

Nach einer Vorstellungsrunde und einem Gläschen Champagner ging es ab in die Küche, um gemeinsam unser Menü zu kochen. Pia erklärte uns kurz die „Stationen“ für die Zubereitung aller Gerichte und Komponenten und dann ging es auch schon los. Florian von Big Meat Love und ich waren für die Entenpralinen, als I-Tüpfelchen für eine Schaumsuppe mit Belugalinsen, zuständig. Zunächst wurden zwei Entenbrüste, samt des Fettes von einer Entenbrust, durch den Fleischwolf gejagt. Anschließend wurde die Hackfleischmasse mit frischem Thymian, Knoblauch, Salz und Pfeffer abgeschmeckt, zu kleinen Bällchen geformt und, wie ein Schnitzel, paniert. Um die Panade noch knuspriger zu gestalten, verwendeten wir nicht nur normales Paniermehl sondern mischten es mit Panko. Im letzten Schritt wurden die kleinen „Pralinen“ frittiert und durften im Ofen noch kurz nachgaren bevor sie serviert wurden.

Insgesamt hatten wir die Möglichkeit in Pias Küche viel Neues auszuprobieren und neue Geschmäcker kennenzulernen (ich brauche unbedingt Pernot 😉 ) . So wär ich vorher nie auf die Idee gekommen eine weiße Schokoladensauce zu kochen und sie mit Essig zu verfeinern. Zusammen mit dem Fisch schmecke sie wirklich köstlich. Überall war etwas zum Naschen zu finden: Schinkenchips, Pastinakenchips und unheimlich leckere Pecanusscracker wanderten zwischendurch immer mal wieder in den Mund.

Unser Menü

Surf & Turf

Carpaccio vom Wagyu und Blue Marlin Baby Mangold | Pecorinokäse | Balsamico Vulkansalz

 Schaumsuppe von Beluga Linsen

Entenpraline | Pecanusscracker

Nixon Carpaccio vom Wagyu und Blue Marlin Baby Mangold | Pecorinokäse | Balsamico Vulkansalz und Schaumsuppe von Beluga Linsen Entenpraline | Pecanusscracker

spontaner Zwischengang – Iberico

gepökelt und geräuchert

Filet vom Loup de Mer

Blumenkohl-Mandelpüree | Pastinakenchips | Schwarze Walnuss | Weisse Schokolade

Nixon Iberico gepöckelt, geräuchert und Filet vom Loup de Mer Blumenkohl-Mandelpüree | Pastinakenchips Schwarze Walnuss | Weisse Schokolade

Flanksteak vom “Australischen Weideochsen”

(in Zedernholz gegart) Kräutersaitlinge | Dauphinkartoffeln Kubeben-Pfefferjus

U.S. Apple Pie

 Nougatcrumble | Popcorneis Amalfizitrone | Crème Frâiche Riesling Kabinett „Saarburger Rausch“

Nixon lanksteak vom “Australischen Weideochsen” (in Zedernholz gegart) Kräutersaitlinge | Dauphinkartoffeln Kubeben-Pfefferjus und U.S. Apple Pie – Nougatcrumble | Popcorneis Amalfizitrone | Crème Frâiche

Na, habt ihr Hunger bekommen? Alle Gänge waren einfach durchweg köstlich und ich kann Euch wärmstens ein Besuch im NIXONS empfehlen. Das Menü, welches wir nachgekocht haben, hat Pia übrigens für das Menükarussel kreiiert. Bis Ende März könnt Ihr das Menü bei ihr im NIXONS bestellen und genießen. 

Vielen Dank für den schönen Abend Pia, Deine offene, fröhliche Art und die Möglichkeit in Deine kulinarische Geschmackswelten einzutauchen.

Ein großes Dankeschön auch an Sebastian von Getränke Possemeyer für die tolle Weinauswahl zu jedem Gang. Ganz besonders gut haben mir der Rosé vom Zweigelt sowie der tolle Rotwein Aglianico Irpinia geschmeckt. Richtig überrascht hingegen war ich vom süßen Wein Forstmeister Geltz Zilliken zum Dessert. Ich war zunächst total skeptisch, ob er mir schmecken würde, weil ich lieber kräftige, trockene Weine mag und mir süße Weine bisher nie geschmeckt haben. Sebastian überzeugte mich aber davon, ihn auf jeden Fall mal zu probieren. Er erzählte, dass  wenn er diesen Wein bei sich zu Hause genießt, es meist nicht bei einer Flasche bleibt, da dieser Wein „süffig-lecker“ und nicht so geschmacksdominierend süß ist. Der Wein hat mich definitiv überzeugt und ich kann mir mittlerweile sogar vorstellen ein Fläschen davon in einer lauen Sommernacht zu trinken.

Nixon Getränke Possemeyer Weinauswahl

 

Nachtisch Menükarussell Nixon in GelsenkirchenFlanksteak vom “Australischen Weideochsen”  (in Zedernholz gegart) Kräutersaitlinge | Dauphinkartoffeln Kubeben-PfefferjusFlanksteak vom “Australischen Weideochsen”  (in Zedernholz gegart) Kräutersaitlinge | Dauphinkartoffeln Kubeben-PfefferjusFilet vom Loup de Mer | Blumenkohl-Mandelpüree | Pastinakenchips | Schwarze Walnuss | Weisse SchokoladeSchaumsuppe von Beluga Linsen | Entenpraline | PecanusscrackerSurf & Turf | Carpaccio vom Wagyu und Blue Marlin Baby Mangold | Pecorinokäse | Balsamico Vulkansalz

Oma Margrets Aprikosenteilchen

Oma Margrets Aprikosen-
teilchen

Oma Margrets Aprikosenteilchen gehören schon seit meiner Kindheit zu meinen absoluten Lieblingen auf der Kaffeetafel. Jedes Jahr zu meinem Geburtstag habe ich mir gewünscht, dass sie diese kleinen süßen Köstlichkeiten für mich backt. Ich wurde nie enttäuscht – sie bereitete immer eine große Platte davon vor, denn die Teilchen waren generell in meiner Familie sehr beliebt und es blieb auch in der Regel kein einziges davon über. Ich inhalierte die Teilchen geradezu. Reihenweise wanderten sie in meinem Magen, bis ich so ein zuckriges Gefühl darin verspürte und aufhören musste. Ich glaube ich war geradezu süchtig danach. Andere leckere Kuchen waren für mich absolute Nebensache. 

Oma Margrets Aprikosenteilchen

Die Zutaten für das Rezept hat mir meine Oma schon vor einigen Jahren auf einen kleinen Notizzettel geschrieben. Theoretisch hätte ich das Rezept also schon einige male nachbacken können. Jedoch fehlte mir bisher das richtige, besondere Feeling es zu wagen. Wenn man ein Rezept von der eigenen Oma nachahmen möchte, das einem noch dazu sehr am Herzen liegt, hat man schließlich besonders hohe Ansprüche an sich selber und möchte, dass das Ergebnis stimmt. Es soll genauso schmecken wie von Oma und einem auf eine Reise in de Vergangenheit mitnehmen. Neulich war das Feeling auf einmal da und ich habe mich endlich getraut und es gewagt die Aprikosenteilchen nachzubacken. Das wurde auch langsam mal Zeit 😉 

Oma Margrets Aprikosenteilchen

Bevor es mit dem Backen los ging, interviewte ich meine Oma nochmal, um wertvolle Tipps zu bekommen, damit auch alles auf Anhieb klappt. Meine Oma war richtig aufgeregt und fragte zwischendurch immer nach dem aktuellen Stand. Sie freute sich richtig, dass ich wieder versuche ein Rezept von ihr nachzuahmen und ich hielt sie über WhatsApp auf dem laufenden (Ja meine Oma ist damit richtig auf Zack 🙂 ). Bei Ihrem Rezept für einen klassischen Kartoffelsalat war ich ja bereits erfolgreich: Klick

Glücklicherweise habe ich es auch dieses Mal wieder geschafft. Die Teilchen schmeckten wie von Oma persönlich gebacken. Ich feierte innerlich den Moment, als ich den ersten Bissen nahm. Am liebsten wäre ich durch meine Wohnung getanzt, soviel Freude hat mir der Geschmack und das Wissen, dass das Rezept nun save ist, bereitet. Meine Großeltern sind zwar noch fit, trotzdem weiß ich nicht wie lange ich sie noch bei mir haben werde. Solange ich es aber schaffe, möglichst viele Rezepte von meinen Omas 1 zu 1 nachzukochen, werde ich sie immer wieder für einen Moment bei mir haben, auch wenn sie physisch irgendwann nicht mehr da sein werden. Dies ist für mich ein sehr beruhigendes Gefühl voller Wärme. 

Nun aber genug mit der Gefühlsduselei (Ich höre gerade Klaviermusik und mir kommen gerade irgendwie beim Schreiben die Tränen). Hier ist Oma Margrets Rezept für Euch.

Aprikosenteilchen

Oma Margrets Aprikosenteilchen

Zutaten

Teig

  • 500 g Mehl 
  • 500  g Magerquark 
  • 500 g Margarine 
  • 1 Prise Salz 

Füllung

  • 2 Dosen Aprikosen , à 850 ml, gezuckert

Glasur

  • 1/2 Packung Puderzucker 
  •   Milch 

Sonstiges

  •   Mehl 
  •   kaltes Wasser 

Zubereitung

  1. Für den Teig alle Zutaten in eine Schüssel geben und mit Hilfe eines Handrührgerätes mit Knethacken zu einem Teig verarbeiten. Die Schüssel mit einem Deckel oder Folie abdecken und über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen.
  2. Die Aprikosen in ein Sieb schütten und gut abtropfen lassen. Nun den Teig in ca. 3 Teile aufteilen, um ihn weiterzuverarbeiten.
  3. Die Arbeitsfläche sehr gut mit Mehl bestäuben, eine Teigportion darauf geben, von oben ebenfalls bemehlen und mit einem Nudelholz sehr dünn (ca. 3 mm) möglichst quadratisch ausrollen. Den Teig mit einem Teigspachtel in ca. 13 x 13 cm Quadrate aufteilen. Jeweils 1 Aprikose in die Mitte eines Quadrats legen und alle vier Ecken, minimal überlappend, nach innen über die Aprikosen klappen, so dass eine Tasche entsteht.
  4. Den Ofen auf 175°C (Umluft) vorheizen. Auf ein kaltes Backblech Wasser geben - der Boden sollte damit leicht bedeckt sein. Die Teilchen, ohne Backpapier, darauf geben. Die Teilchen benötigen ca 20 min bis sie, leicht gebräunt, aus dem Ofen genommen werden können. Nun Puderzucker mit Milch vermischen, bis eine Trinkjoghurt artige Konsistenz entsteht und die Teilchen damit bepinseln - fertig.

Notizen

Obwohl die Teilchen immer noch zu meinen absoluten Favoriten zählen, schaffe ich übrigens nicht mehr soviel davon auf einmal zu essen, wie ich es früher gerne getan habe. Vielleicht, weil ich jetzt weiß wie viele Kalorien darin stecken müssen 😀