Zu Besuch ...
Schreibe einen Kommentar

Tomaten und Co. – meine Reise in
die Niederlande – Teil 3

Vor ein paar Wochen habe ich mein Balkon aufgeräumt und all die alten Gemüsepflanzen aus dem letzten Jahr entsorgt. Ein paar Pflanzen, wie Kartoffeln und Zuckererbsen sind für dieses Jahr schon eingezogen und wachsen ordentlich. Meine Erdbeerpflanzen aus den Vorjahren tragen auch schon einige Blüten und versprechen eine reiche Ernte, wenn das Wetter endlich mal mitspielt und uns ein bisschen Sonne und Wärme schenkt. Hinzu kommen bald Tomaten- und Minigurkenpflänzchen. Diese werden von meiner Tante und meinem Onkel für mich liebevoll, zusammen mit ihren eigenen Pflänzchen für ihren Garten, aufgezogen. Ich hoffe ich kann sie bald adoptieren, um meinen Balkon endlich für dieses Jahr fertig mit Pflanzen bestücken zu können. 

Wenn ich drinnen an meinem Schreibtisch oder auf der Couch sitze und das aktuell vorherrschende Grau in Grau draußen beobachte, denke ich oft an meine Reise mit anderen Foodbloggern letztes Jahr in die Niederlande zurück. Am zweiten Tag wurden wir eingeladen ein Gewächshaus in luftigen Höhen zu besichtigen, das auf ein ehemaliges Fabrikgebäude in 40 m Höhe gebaut wurde. Ich war damals total gespannt auf die Besichtigung, denn ich hatte zuvor bereits öfters von Urban Farmers Projekten gehört, deren Ziel es ist, in Städten Flächen zu schaffen, auf denen frisches Gemüse herangezogen werden kann. Oft werden hierfür Brachflächen genutzt. Ein altes Fabrikgebäude zweckzuentfremden und in solch luftigen Höhen ein Gewächshaus zu bauen, klang dabei für mich besonders aufregend und ich freute mich schon darauf, mehr über das Projekt zu erfahren.

Oben angekommen, erwartete uns zunächst ein wunderschöner Ausblick über die Dächer Den Haags. Die Sonne ging gerade auf und bereitete uns allen ein wunderschönes Lichtspiel. Ich fühlte mich sofort pudelwohl und in meinem Kopf manifestierte sich direkt der Wunsch in einem Glashaus wohnen zu können. Ich liebe wohliges Licht genauso so sehr wie gutes Essen. Mein Stimmungsbarometer steigt jedes Mal erheblich an, wenn man mich mit Licht füttert.

Bevor wir durch das Gewächshaus geführt wurden, gab es erstmal ein liebevoll zubereitetes Frühstück, das noch dazu köstlich schmeckte. Die Bilder sagen alles, oder?

Anschließend bekamen wir eine Führung durch das 1.500 Quadratmeter große Gewächshaus in dem jedes Jahr 45 Tonnen Gemüse und, wie wir während der Führung erfuhren, zusätzlich 19 Tonnen Fisch angebaut und gezüchtet werden. Damit die Produktion des Gemüses besonders nachhaltig erfolgen kann, wird ein Aquaponics System genutzt: Gemüse und Fisch werden in einer Art Kreislauf gemeinsam produziert. Das Wasser der Fische wird regelmäßig gewechselt und dient anschließend als Dünger für die Pflanzen. Die Pflanzen reinigen wiederum das Wasser, so dass es anschließend wieder als Wasser für die Fische verwendet werden kann. Klingt spannend, oder? Die Fische werden eine Etage unterhalb des Gewächshauses gezüchtet. Meine Kamera ist nicht mehr die jüngste. Da wir nicht mit Blitz fotografieren konnten, um die Fische nicht zu erschrecken, habe ich kein vernünftiges Foto hinbekommen. Dafür habe ich jetzt umso mehr schöne Fotos vom Gewächshaus für Euch, in dem letztes Jahr vorrangig Tomaten, Salat und Kresse angebaut wurde. 

Wenn ihr irgendwann mal die Gelegenheit haben solltet, ein solches Gewächshaus besuchen zu können, nehmt sie auf jeden Fall wahr – ein ganz besonderes Erlebnis. 

Ich hätte den ganzen Tag am liebsten im Gewächshaus verbracht, aber der Besuch dort stand natürlich nicht als einziges auf unserer Agenda. Als nächstes besuchten wir Harvest House, die  Premium- Tomaten und weitere Gemüsesorten anbauen. Zum Mittagessen bekamen wir köstliche Variationen mit Tomaten serviert und durften dem Koch bei der Zubereitung der Gerichte über die Schulter schauen. Es gab Gazpacho von der Tomate mit Tomatenmarmelade, eine Variation mit Auster, Gemüsecocktails sowie eine Lachsvariation. 

Nachhaltig beeindruckt hat mich die Tomatenmarmelade. Ich habe sie Zuhause bereits mehrfach selber zubereitet und damit u.a. italienisch angehauchte Summerrolls zubereitet. Wer mir auf Instagram folgt, hat bestimmt schon das ein oder andere Bild meiner Summerrolls- Variation entdecken können. Das Rezept gibt es bald hier auf meinem Blog. 

Nächste Woche Donnerstag und Freitag fahre ich wieder nach Holland. Dieses Mal dürfen wir orientalische Köstlichkeiten probieren und kochen gemeinsam mit Kalbfleisch. Ich freue mich schon wieder sehr auf die Reise. Ihr dürft gespannt sein und könnt mich gerne über Instagram Storys auf meiner Reise begleiten.

Vielen Dank nochmals an die Agentur Seidl für die Einladung zu dieser tollen und für mich sehr eindrucksvollen Reise letztes Jahr. 

MerkenMerken

Print Friendly

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*