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Hirtenmakkaroni

Werbung – Wer kennt es nicht? Man ist im Urlaub und probiert dort viele köstliche Gerichte, die klassisch in der Heimat nicht auf den Tisch kommen. Man kann davon einfach nicht genug bekommen, daher nimmt man sich spätestens am letzten Urlaubstag vor, die Urlaubserinnerungen Zuhause wieder zum Leben zu erwecken. Zu diesem Zweck werden noch am Urlaubsort fleißig Zutaten eingekauft. Vielleicht schafft man es ja die Gerichte Zuhause 1 zu 1 nachzukochen, um anschließend in Urlaubserinnerungen schwelgen zu können.

Zuhause angekommen gibt es verschiedene Versionen, wie die Geschichte
weiter gehen könnte:
  1. Der Alltag holt einen wieder ein und man schafft es nicht die eigenen Vorhaben in die Tat umzusetzen. 
  2. Man kocht die Gerichte aus dem Urlaub nach und stellt enttäuscht fest, dass sie nicht genauso schmecken, wie es in den Erinnerungen abgespeichert sind.
  3. Man hat sich verschiedene fertige Spezialitäten, wie Oliven, Wein und Co. mitgebracht. Diese schmecken Zuhause auch nicht wie im Urlaub, obwohl man selber keine Hand angelegt hat.
  4. Unwahrscheinlich, aber dennoch möglich: Es schmeckt alles genauso, wie im Lieblingsrestaurant im Urlaubsort.

Die erste Situation ist bei mir Realität geworden, als ich aus dem letzten Südtirolurlaub zurück gekommen bin: Wie jedes Mal, kehrten wir dort bei der Wurzeralm, in der Nähe von Haflingen, ein. Klassisch esse ich dort immer Hirtenmakkaroni, die dort besonders gut schmecken. Nach einer besonders langen und anstrengenden Wanderung ist dieses Gericht einfach nahezu perfekt, um wieder zu Kräften zu kommen und schmeckt wunderbar würzig. In der Nudelsauce wird traditionell Südtiroler Speck verarbeitet. Also kaufte ich mir kurz vor der Abreise ein großes Stück davon. Wieder Zuhause angekommen, verging Woche um Woche und ich fand keine Zeit dazu den Speck zu verarbeiten. Eines Tages stellte ich enttäuscht und wütend auf mich selbst fest, dass der Speck schon seit einiger Zeit abgelaufen war. Da es damals keinen echten Südtiroler Speck bei uns in der Nähe im Supermarkt gab, war meine Idee, die Hirtenmakkaroni nachzukommen, erstmal für mich gestorben (genauso wie der Speck 🙁 ).

Ausblick auf der Wurzeralm in Südtirol

Wurzelalm in Südtirol bei Haflingen

Neulich war ich beim Bloggercafé by Seidl eingeladen. Dort stellte sich R&S, ein Essener Traditionsunternehmen, das sehr hochwertige Wurst-, Salami- und Schinkenspezialitäten aus ganz Europa vertreibt, vor. 1964 von Albert Rauch gegründet, wird das Unternehmen heute immer noch von seiner Frau, seinen Kindern und circa 200 Mitarbeitern geführt.  Neben den vielen leckeren Produkten ihrer Kooperationspartner, betreibt die Familie Rauch bis ihre eigene Südtiroler Speck Manufaktur „Merano Speck“ in Meran. Als ich meine „Hirtenmakkaroni-Geschichte“ erzählte, zauberten sie sogleich ein Stück Speck hervor und stellten es mir zur Verfügung, um mein Vorhaben endlich in die Tat umzusetzen.

Meine Rezept für köstliche Hirtenmakkaroni habe ich für Euch aufgeschrieben:

Hirtenmakkaroni

Hirtenmakkaroni

Zutaten

Für: 6 Portionen
  • 150 g Tiroler Schinken 
  • 150 g gekochter Schinken 
  • 600 g Hackfleisch , Halb & Halb
  • 2  Zwiebeln 
  • 2  Knoblauchzehen 
  • 250 g Champignons , klein
  • 300 g Erbsen , TK
  • 500 g passierte Tomaten 
  • 1/2 l Gemüsebrühe 
  • 200 g Sahne 
  •   Oregano 
  •   Muskat 
  •   Salz 
  •   schwarzer Pfeffer 

Zubereitung

  1. Zunächst alle Zutaten vorbereiten: Die Zwiebeln und den Knoblauch schälen und beim Knoblauch den inneren Strunk entfernen. Den Knoblauch durch eine Knoblauchpresse geben. Die Zwiebeln, den Tiroler Speck sowie den gekochten Schinken in kleine Würfel schneiden. Die Champignons putzen. Solltet ihr kleine Champignons bekommen haben, können sie später im Ganzen in die Sauce gegeben werden. Ansonsten sollten sie in mundgerechte Stücke geschnitten werden.
  2. Zunächst den Speck in einem großen Topf geben und anbraten, bis er leicht gebräunt ist. Anschließend die Zwiebeln und den Knoblauch dazugeben und diese anschwitzen lassen.
  3. Nun die angebratenen/angeschwitzten Zutaten in eine Schüssel geben, ggf. etwas Öl in den Topf geben und das Hackfleisch darin anbraten.
  4. Im nächsten Schritt die Schinkelnwürfelchen, die passierten Tomaten, die Gemüsebrühe und Sahne, die Champignons sowie die Gewürze hinzugeben, die Sauce kurz aufkochen und anschließend auf kleiner Flamme ca. 1 Stunde ziehen lassen.
  5. Kurz vor Ende der Garzeit die Erbsen hinzugeben und die Makkaroni in gesalzenem Wasser kochen. Fertig!

Notizen

Soweit ich es nach vier Jahren sagen kann, die ich leider nicht mehr in Südtirol war, schmeckte die Sauce annähernd so, wie ich sie auf der Wurzelalm kannte. Es wird also dringend Zeit Südtirol mal wieder einen Besuch abzustatten, um mich nochmal von dem Originalgeschmack überzeugen zu können.

Hirtenmakkaroni

Merano Speck habe ich übrigens jetzt mittlerweile in einigen Supermärkten entdeckt. Meine Südtiroler Speck „Durststrecke“ ist also hiermit beendet.

Vielen Dank nochmal an die Familie Rauch für das leckere Stück Merano Speck und die Agentur Seidl für die Organisation des Blogger Cafés.

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2 Kommentare

  1. Hi, Ilona – oh, das klingt köstlich und wie ein Fall für den Slowcooker, das probiere ich aus 🙂 Ich wollte es gerade ausdrucken – aber der Printbutton geht nicht, vielleicht schaust du da nochmal nach… Viele Grüße, Gabi

    • Ilona sagt

      Hallo Gabi, stimmt, dass ist wirklich ein gutes Rezept für den Slowcooker. Ich nutzte aktuell eine neues Rezeptplugin, bei dem die Druckenfunktion nicht richtig zu funktionieren scheint. Habe jetzt erstmal Print Frindly mit eingebunden, damit Du das Rezept ausdrucken kannst. Liebe Grüße Ilona

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