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Oma Margrets Aprikosen-
teilchen

Oma Margrets Aprikosenteilchen gehören schon seit meiner Kindheit zu meinen absoluten Lieblingen auf der Kaffeetafel. Jedes Jahr zu meinem Geburtstag habe ich mir gewünscht, dass sie diese kleinen süßen Köstlichkeiten für mich backt. Ich wurde nie enttäuscht – sie bereitete immer eine große Platte davon vor, denn die Teilchen waren generell in meiner Familie sehr beliebt und es blieb auch in der Regel kein einziges davon über. Ich inhalierte die Teilchen geradezu. Reihenweise wanderten sie in meinem Magen, bis ich so ein zuckriges Gefühl darin verspürte und aufhören musste. Ich glaube ich war geradezu süchtig danach. Andere leckere Kuchen waren für mich absolute Nebensache. 

Oma Margrets Aprikosenteilchen

Die Zutaten für das Rezept hat mir meine Oma schon vor einigen Jahren auf einen kleinen Notizzettel geschrieben. Theoretisch hätte ich das Rezept also schon einige male nachbacken können. Jedoch fehlte mir bisher das richtige, besondere Feeling es zu wagen. Wenn man ein Rezept von der eigenen Oma nachahmen möchte, das einem noch dazu sehr am Herzen liegt, hat man schließlich besonders hohe Ansprüche an sich selber und möchte, dass das Ergebnis stimmt. Es soll genauso schmecken wie von Oma und einem auf eine Reise in de Vergangenheit mitnehmen. Neulich war das Feeling auf einmal da und ich habe mich endlich getraut und es gewagt die Aprikosenteilchen nachzubacken. Das wurde auch langsam mal Zeit 😉 

Oma Margrets Aprikosenteilchen

Bevor es mit dem Backen los ging, interviewte ich meine Oma nochmal, um wertvolle Tipps zu bekommen, damit auch alles auf Anhieb klappt. Meine Oma war richtig aufgeregt und fragte zwischendurch immer nach dem aktuellen Stand. Sie freute sich richtig, dass ich wieder versuche ein Rezept von ihr nachzuahmen und ich hielt sie über WhatsApp auf dem laufenden (Ja meine Oma ist damit richtig auf Zack 🙂 ). Bei Ihrem Rezept für einen klassischen Kartoffelsalat war ich ja bereits erfolgreich: Klick

Glücklicherweise habe ich es auch dieses Mal wieder geschafft. Die Teilchen schmeckten wie von Oma persönlich gebacken. Ich feierte innerlich den Moment, als ich den ersten Bissen nahm. Am liebsten wäre ich durch meine Wohnung getanzt, soviel Freude hat mir der Geschmack und das Wissen, dass das Rezept nun save ist, bereitet. Meine Großeltern sind zwar noch fit, trotzdem weiß ich nicht wie lange ich sie noch bei mir haben werde. Solange ich es aber schaffe, möglichst viele Rezepte von meinen Omas 1 zu 1 nachzukochen, werde ich sie immer wieder für einen Moment bei mir haben, auch wenn sie physisch irgendwann nicht mehr da sein werden. Dies ist für mich ein sehr beruhigendes Gefühl voller Wärme. 

Nun aber genug mit der Gefühlsduselei (Ich höre gerade Klaviermusik und mir kommen gerade irgendwie beim Schreiben die Tränen). Hier ist Oma Margrets Rezept für Euch.

Aprikosenteilchen

Aprikosenteilchen
Oma Margrets Aprikosenteilchen

Zutaten

Teig

  • 500 g Mehl 
  • 500  g Magerquark 
  • 500 g Margarine 
  • 1 Prise Salz 

Füllung

  • 2 Dosen Aprikosen , à 850 ml, gezuckert

Glasur

  • 1/2 Packung Puderzucker 
  •   Milch 

Sonstiges

  •   Mehl 
  •   kaltes Wasser 

Zubereitung

  1. Für den Teig alle Zutaten in eine Schüssel geben und mit Hilfe eines Handrührgerätes mit Knethacken zu einem Teig verarbeiten. Die Schüssel mit einem Deckel oder Folie abdecken und über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen.
  2. Die Aprikosen in ein Sieb schütten und gut abtropfen lassen. Nun den Teig in ca. 3 Teile aufteilen, um ihn weiterzuverarbeiten.
  3. Die Arbeitsfläche sehr gut mit Mehl bestäuben, eine Teigportion darauf geben, von oben ebenfalls bemehlen und mit einem Nudelholz sehr dünn (ca. 3 mm) möglichst quadratisch ausrollen. Den Teig mit einem Teigspachtel in ca. 13 x 13 cm Quadrate aufteilen. Jeweils 1 Aprikose in die Mitte eines Quadrats legen und alle vier Ecken, minimal überlappend, nach innen über die Aprikosen klappen, so dass eine Tasche entsteht.
  4. Den Ofen auf 175°C (Umluft) vorheizen. Auf ein kaltes Backblech Wasser geben - der Boden sollte damit leicht bedeckt sein. Die Teilchen, ohne Backpapier, darauf geben. Die Teilchen benötigen ca 20 min bis sie, leicht gebräunt, aus dem Ofen genommen werden können. Nun Puderzucker mit Milch vermischen, bis eine Trinkjoghurt artige Konsistenz entsteht und die Teilchen damit bepinseln - fertig.

Notizen

Obwohl die Teilchen immer noch zu meinen absoluten Favoriten zählen, schaffe ich übrigens nicht mehr soviel davon auf einmal zu essen, wie ich es früher gerne getan habe. Vielleicht, weil ich jetzt weiß wie viele Kalorien darin stecken müssen 😀

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4 Kommentare

  1. Die kenne ich auch noch von damals. Allerdings vom Bäcker 😉
    Ich werde sie auf jeden Fall ausprobieren.
    Vielen Dank an Oma Margarete ❤
    Herzliche Grüße Elke

  2. Christina sagt

    Wieviele Teilchen bekommst du daraus? Und darf ich die Teilchen wirklich im Wasserbad rausbacken? Haben die das früher generell so gemacht, weil sie kein Backpapier hatten? Vielen lieben Dank an dich für die Mühen und an Oma Margret!! <3

    • Ilona sagt

      Hallo Christina,

      die Anzahl variiert immer ein bisschen – je nachdem wie viel Verschnitt man hat oder wie dünn man den Teig ausgerollt bekommt. Ich habe zwei Bleche rausbekommen. Aus dem Teig kannst Du also so einige machen 🙂

      Ich habe sie im Wasserbad gebacken, weil meine Oma es immer so macht und ich natürlich sicher sein wollte, dass sie genauso werden, wie von ihr. Ich denke, dass ich es aber auch mal mit Backpapier ausprobieren werde, so spart man sich das Schrubben vom Blech 😉

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