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Schrotbrot

Wer meinem Instagram-Account folgt, wird festgestellt haben, dass meine Bilder dort in der letzten Zeit sehr “brotlastig” sind. Ja, ich glaube man kann sagen, dass ich im Moment etwas süchtig danach bin Brote zu backen. Es ist jedes Mal berauschend, wenn ich mein frisch gebackenes Brot aus dem Ofen hole, es in der ganzen Wohnung nach frisch gebackenen Brot riecht, die Kruste richtig krustig geworden ist und ich Mühe habe, trotz scharfem Brotmesser, die erste Scheibe vom Brot zu schneiden. Und dann der erste Bissen – der beste Moment nach der ganzen Arbeit. Mein Freund, meine Familie und Freunde können sich im Moment fast regelmäßig über frisch gebackenes Brot von mir freuen. Denn ich backe letztendlich immer viel mehr, als ich selber essen könnte. Sie nehmen es mir allerdings bestimmt nicht allzu übel 😉

Bauernbrot mit Sauerteig

Auf Instagram habe ich Euch neulich gefragt, ob ich als nächstes ein Rezept für süße Teilchen oder ein Brotrezept hier auf meinem Blog posten soll. Ihr habt Euch eindeutig für ein Brotrezept entschieden. Dieses Ergebnis nehme ich jetzt mal zum Anlass und lasse Euch zukünftig auch hier auf meinem Blog mehr an meinen Broteskapaden teilhaben. Ich habe mir vorgenommen in der nächsten Zeit mit Euch einige Brotrezepte zu teilen, die ich am liebsten backe. Dabei handelt es sich vorrangig um Rezepte mit Sauerteig. Viele von Euch werden wahrscheinlich noch nie damit gebacken haben. Wenn man ein bisschen Übung hat, ist es jedoch kinderleicht. Sauerteigbrote schmecken einfach am besten.

Brot im Topf gebacken

Sauerteig kann man über eine ca. einwöchige Prozedur selber zubereiten. Einmal hergestellt, kann man einen Teil des Sauerteigs als Anstellgut “adoptieren”. Regelmäßig mit Mehl und Wasser gefüttert, könnt ihr das Anstellgut über Jahre am Leben halten und es immer wieder zum Backen verwenden. Wer sich die Mühe, den Sauerteig über eine Woche selber herzustellen, nicht machen möchte oder keine Zeit hat, kann sich Anstellgut auch im Internet bestellen. Hier kann ich Euch wärmsten das Anstellgut in Bio Qualität von Ketex empfehlen, dass ich mir auch  bestellt habe, weil mir ja auch chronisch immer Zeit für so vieles fehlt. Man muss eben immer Prioritäten setzten. Klick

Heute habe ich ein Rezept für Schrotbrot für Euch. Vor einiger Zeit habe ich auf einer meiner Lieblingsblogs zum Thema Brotbacken, dem Plötzblog, ein Rezept für Schrotbrot entdeckt und es seitdem auf meine eigenen Geschmack zugeschnitten. Dieses Rezept möchte ich Euch heute als erstes ans Herz legen. Einige Zutaten für das Brot werdet ihr wahrscheinlich, neben dem Anstellgut, nicht direkt in Eurer Vorratskammer haben. Schaut am besten mal in einem Bioladen Eures Vertrauens vorbei, die meist Getreidemühlen vor Ort haben, um Euch verschiedenes Schrot und Mehl frisch herstellen zu lassen. Ich selber habe mittlerweile eine kleine Getreidemühle für meine Küchenmaschine, mahle mein Mehl selber und bereite damit auch Schrot zu. Wenn man öfters Brot backt, lohnt sich diese Anschaffung auf jeden Fall. Ansonsten sind Onlineshops auch immer eine gute Quelle für Mehl, Schrot und Co.

Schrotbrot mit Sauerteig

Schrotbrot
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Zutaten
  1. Sauerteig
  2. 250 g Roggenvollkornmehl
  3. 250 g Wasser
  4. 30 g Roggen-Anstellgut

  5. Brühstück
  6. 165 g Schrot aus 6-Korn-Getreidemischung
  7. 165 g Wasser

  8. Hauptteig
  9. 165 g Roggenvollkornmehl
  10. 335 g Roggenvollkornschrot
  11. 150 g Sonnenblumenkerne
  12. 70 g Dinkelflocken
  13. 15 g Salz
  14. 380 g Wasser
  15. Sauerteig
  16. Brühstück

  17. Sonstiges
  18. Edelstahlschüssel (Kunststoffschüsseln sind in der Regel nicht geeignet)
  19. kleinere Schüssel oder Dose
  20. Plastiktüte oder Folie
Beschreibung
  1. Timing
  2. Man benötigt insgesamt 2 Tage, um dieses Brot zu backen, da der Teig einige Zeit für die Gare benötigt. Man muss das Brot backen, also etwas planen, damit man es in den eigenen Tagesablauf integrieren kann. Ich bereite den Sauerteig immer kurz vor dem zu Bett gehen vor. Den Hauptteig setze ich dann einen Tag später nach der Arbeit an, so dass das Brot vor dem nächsten zu Bett gehen fertig ist und ich es am nächsten Tag zum Frühstück genießen kann.
  3. Sauerteig
  4. Alle Zutaten für den Roggensauerteig in eine Edelstahlschüssel geben, mit einem Kochlöffel alle Zutaten miteinander vermengen und anschließend den Teig abgedeckt bei Zimmertemperatur für ca. 20 Stunden ruhen lassen. Ich nutze meistens eine Edelstahlschüssel mit Deckel. Kunststoffschüsseln sind für die Sauerteigführung nicht geeignet. Wenn ihr eine Schüssel ohne Deckel verwendet, packt die Schüssel einfach in eine Plastiktüte oder deckt sie mit Folie ab, so dass der Sauerteig schön reifen kann.
  5. Brühstück
  6. Für das Brühstück den 6-Kornschrot in eine Schüssel, die man mit einem Deckel oder Folie verschließen kann, geben und mit kochendem Wasser übergießen. Theoretisch braucht man das Brühstück erst ca. 3 Stunden, bevor man den Hauptteig zubereitet möchte, ansetzen. Ich bereite es allerdings meist schon zusammen mit dem Sauerteigansatz zu und lagere es dann zunächst über Nacht im Kühlschrank. Morgens hole ich es dann raus und lasse es bis zur Herstellung des Hauptteiges in der Küche stehen.
  7. Hauptteig
  8. Nach der vorgegebenen Ruhezeit des Sauerteiges die Zutaten für den Hauptteig zu dem Sauerteig in die Schüssel geben und alle Zutaten mit einem Kochlöffel miteinander vermischen. Eine Kastenform mit Backpapier auslegen und den Teig darin gleichmäßig verteilen.
  9. Ruhezeit
  10. Nun muss der Teig nochmals zur Gare gestellt werden, bevor das Brot gebacken werden kann. Sauerteig mag es dafür ziemlich warm (ca. 30 °C). Um die Temperatur zu erreichen, kann man das Brot in den Backofen stellen und die Backofenlampe anstellen. Diese gibt etwas Wärme ab. Sollte die Wärme jedoch nicht ausreichen, kann man den Backofen auch kurz auf sehr geringer Temperatur anmachen, damit die Temperatur erreicht wird.
  11. Backzeit
  12. Nach ca. 2 Stunden hat sich das Teigvolumen vergrößert, der Teig ist mit einer leichten Wölbung über den Backformrand sichtbar. Nun die Backform nochmals aus dem Ofen nehmen und den Ofen auf 250°C bei Ober- und Unterhitze vorheizen lassen. Anschließend das Brot in den Ofen geben, nach 15 Min. die Backofentür kurz öffnen, um Dampf entweichen zu lassen und anschließend die Backofentemperatur auf 175°C reduzieren. Das Brot benötigt anschließend noch 45 Min. im Ofen, bis es fertig ist.
  1. Das Brot schmeckt übrigens auch noch nach einer Woche frisch, wenn man es richtig lagert und es nicht schon aufgegessen wurde.
NO FASTFOOD TODAY http://nofastfoodtoday.de/wordpress/

 

Schrotbrot mit Sauerteig

Ich belege das Schrotbrot am liebsten mit sehr deftigen Zutaten, wie Ei, kräftigem Käse, Fleischwurst oder Lachs. Mit Marmelade oder Nuss-Nougat-Creme schmeckt es aber auch wunderbar.

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