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Rosinenstuten

Klassisch gab es im Hause Schmitz früher jeden Sonntag zum Frühstück Rosinenstuten mit verschiedenen selbst gemachten Marmeladen. Dazu gab es für Mama Schmitz ein hartes und für Papa und mich ein weiches Ei. Seit ich nicht mehr bei meinen Eltern wohne, halte ich mich nicht mehr ganz an die althergebrachten Rituale, erinnere mich aber immer wieder gerne an die alten Zeiten zurück. Ich freue mich immer schon sehr auf das Sonntagsfrühstück, wenn ich mal wieder bei ihnen übernachte. Der Rosinenstuten beim Bäcker vor Ort und vor allem das weich gekochte Ei von meinem Papa sind unschlagbar. Eier esse ich jede Woche in rauen Mengen – das muss man als “echte Schmitz” per Definition.  Ich werde sogar nervös, wenn ich keine Eier im Kühlschrank habe und habe regelmäßig einen Heißhunger auf Spiegelei, Rührei und Co. 😀 Rosinenstuten gibt es hingegen nicht so häufig bei mir, da ich mich viel zu gerne in der Küche austobe, um jedes Wochenende das gleiche zum Frühstück zu essen. Ab und zu habe ich aber richtig Appetit darauf. Dann schmeiße ich schnell meinen Ofen an, um kurze Zeit später einen wunderbar duftenden Rosinenstuten genießen zu können. 

Rosinenstuten in einer Kastenform

Hier ist mein Rezept für einen wunderbar fluffig, saftigen Stuten für Euch:

Rosinenstuten
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Zutaten
  1. 250 ml Milch
  2. 55 ml Apfelsaft
  3. 60 g Butter
  4. 550 g Mehl
  5. 1 Pkt. Trockenhefe
  6. 80 g Zucker
  7. 2 TL Apfelessig
  8. 1 1/2 TL Salz

  9. 60 g Rosinen
  10. etwas Wasser

  11. kleine Kastenform (20 cm lang)
  12. etwas Butter

  13. etwas Milch
Beschreibung
  1. Zunächst die Rosinen in eine Schüssel geben, soviel Wasser dazu geben, dass sie damit abgedeckt sind und die Schüssel beiseite stellen.
  2. Nun den Hefeteig vorbereiten. Die Butter in einen Topf geben und bei geringer Hitze schmelzen lassen. Die Milch und den Apfelsaft hinzugeben und mit der geschmolzenen Butter vermischen. Anschließend sollte das Gemisch lauwarm sein und kann vom Herd genommen werden.
  3. Das Mehl in eine große Schüssel geben und mit dem Salz vermischen. Die Hefe, den Zucker und den Essig, sowie die lauwarmen flüssigen Zutaten dazu geben und den Teig mit den Händen einige Minuten zu einem geschmeidigen Hefeteig verarbeiten.
  4. Den Teig mit einem sauberen Tuch abdecken und an einem warmen Ort für ca. 2 Stunden ruhen lassen, bis er sich vom Volumen her ca. verdoppelt hat.
  5. Die Kastenform mit Butter einfetten. Die Rosinen abtropfen lassen und unter den Teig kneten und den Teig anschließend, gleichmäßig verteilt, in die Kastenform geben. Die Kastenform mit einem Tuch abdecken, bis der Teig nochmals deutlich gegangen ist und über den Rand der Form hinaus schaut.
  6. Den Ofen auf 200°C bei Ober- und Unterhitze vorheizen, den Stuten mit Milch einpinseln und in den Ofen geben. Er benötigt ca. 35 bis 40 Minuten bis er fertig ist. Den noch heißen Stuten wieder mit Milch einstreichen. So erhält er einen schönen Glanz und etwas abkühlen lassen, bevor Ihr ihn aus der Form nehmt.
  1. Gut zu wissen - durch den Essig geht der Teig besser und wird schön locker. Geschmacklich wirkt er sich nicht aus.
NO FASTFOOD TODAY http://nofastfoodtoday.de/wordpress/

 

eine Scheibe Rosinenstuten

Sollte der unwahrscheinliche Fall eintreten, dass noch etwas Stuten übrig bleibt, kann man daraus übrigens einen köstlichen French Toast zaubern. Als ich letztens einen Stuten gebacken habe, dachte ich mein Freund packt sich die Hälfte für Zuhause ein. Stattdessen hat er allerdings nur eine Scheibe gegessen und dann stand ich da mit dem vielen Stuten, den ich unmöglich im frischen Zustand alleine Essen konnte. Nach kurzer Überlegung, kam mir die Idee daraus French Toast zu machen und ich war im siebten Genusshimmel, als ich das erste Stückchen davon probiert habe. Ich glaube ich lasse demnächst absichtlich noch ein bis zwei Scheiben übrig 🙂

Rosinenstuten in Kastenform

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2 Kommentare

  1. Angela sagt

    Ich konnte nicht anders und ihn nachbacken denn seitdem ich ihn bei dir gesehen hab Gabe ich einen absoluten Heißhunger darauf. Vielen lieben Dank für die Inspiration und das Rezept

    • Ilona sagt

      Hallo Angela,

      das freut mich sehr zu hören. Ich muss ihn die Tage auch nochmal unbedingt backen, denn ich habe auch schon wieder einen Heißhunger auf den Stuten.

      Liebe Grüße
      Ilona

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