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selbst Backen lautet die Devise

Samstags gibt es bei mir in der Familie seit ich denken kann immer Brötchen zum Frühstück. Für den Brötchenkauf und das Frühstückstisch decken ist auch heute noch mein Papa zuständig. Leider kann ich von diesem Service nur noch profitieren, wenn ich meine Eltern am Wochenende besuche. Daher heißt es meistens “selbst ist die Frau”. Natürlich möchte ich an der Tradition festhalten, aber ich kann morgens früh meinen inneren Schweinehund einfach nicht überwinden, mich aus dem Bett quälen und zum Bäcker gehen. Der Gang in die Küche fällt mir hingegen überhaupt nicht schwer. Deswegen gibt es bei mir meistens selbst gebackene Brötchen. Natürlich eignet sich hier nicht jedes Rezept für den schnellen Frühstücksgenuss. Mein Rezept für Overnight- Roggenbrötchen lässt sich jedoch prima am Vorabend vorbereiten und morgens benötigt ihr mit ein bisschen Übung auch nicht länger als eine halbe Stunde für die Vorbereitung.

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Overnight- Roggenbrötchen
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Zutaten
  1. 100 g Roggenmehl Type 1150
  2. 100 g Dinkelmehl Type 1050
  3. 300 g Weizenmehl Type 550
  4. 21 g frische Hefe
  5. 340 g Wasser, lauwarm
  6. 1 TL Zucker
  7. 12 g Salz

  8. etwas Mehl zum Bestäuben
  9. Wasser
  10. Backpapier
Beschreibung
  1. Am Abend: Das lauwarme Wasser in eine Schüssel geben und die Hefe sowie den Zucker hinzugeben. Alles miteinander verrühren, bis sich die Hefe aufgelöst hat und ca. 10 min ruhen lassen.
  2. Die Mehlsorten und das Salz abwiegen und in eine Schüssel geben. Das Hefegemisch dazu geben und mit Hilfe eines Handmixers mit Knethacken die Zutaten ca. 5 Minuten miteinander verrühren bis ein gleichmäßiger Teig entsteht. Die Schüssel mit einer Folie oder einem Deckel luftdicht verschließen und für 12 Stunden in den Kühlschrank geben.
  3. Am nächsten Morgen: Den Ofen auf 250°C bei Umluft vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Die Küchenarbeitsfläche bemehlen und den Teig mit Hilfe eines Teigschabers mittig darauf platzieren.
  4. Die Hände bemehlen und damit den Teig in ein Quadrat drücken und ziehen (wenn ihr ihn vorsichtig ein wenig anhebt funktioniert dies ganz gut). Hat er die gewünschte Form erreicht, muss der Teig einmal gewendet werden, damit er von beiden Seiten bemehlt ist.
  5. Mit dem Teigschaber zunächst vier Streifen abstechen. Anschließend die Streifen in jeweils vier gleich große, ungefähr quadratische Stücke teilen. Nun nur noch den Teig mit einem scharfen Messer einschneiden und dann die ersten acht Brötchen mit gleichmäßigem Abstand auf das Backblech verteilen.
  6. Mit einer Wasserspritze etwas Wasser an die Ofenwände spritzen und anschließend zügig das Backblech in den Ofen geben, bevor der Wasserdampf verfliegt. Die Brötchen brauchen ca. 8 Min im Ofen. Danach haben sie von außen eine leckere Kruste und sind von innen schön fluffig.
NO FASTFOOD TODAY http://nofastfoodtoday.de/wordpress/

Hier sind ein paar Making-Off Fotos für Euch, die Euch das Nachbacken vereinfachen sollen:

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Sonntagsbrötchen_Dinkel_Roggen_2

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Nun schnell noch den Frühstückstisch decken und Ihr könnt Eure frisch gebackenen und noch warmen Brötchen mit Euren Liebsten genießen. Sie schmecken übrigens sowohl mit süßem als auch mit deftigen Belag. Auf dem Bild unten habe ich ein Brötchen mit einem cremigen Schafskäse und Aprikosenkonfitüre kombiniert gegessen – sehr delikat. Ich esse dazu aber auch sehr gerne frisches, buttriges Rührei mit Schnittlauch oder ein hartgekochtes Ei.

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Sollten unwahrscheinlicherweise vom Frühstück noch Brötchen übrig bleiben, lassen sie sich übrigens gut einfrieren und anschließend wieder aufbacken. 

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27 Kommentare

  1. Anonym sagt

    Eine wirkliche Alternative für mich, da ich auch gerne den Kampf mit dem inneren Schweinehund verliere… 😉
    und gerade die Möglicheit, einen kleinen Vorrat einzufrieren, finde ich gut. also ran an den Speck… bzw. ans Mehl…

  2. Die sehen super aus, und vielen Dank für die hübschen und vor allem hilfreichen Zwischenfotos, die in den meisten Blogs fehlen 🙂 Probiere ich auf jeden Fall mal aus!

    • Conni sagt

      Probiere ich gerade aus, allerdings mit überwiegend Dinkelmehl. Mal sehen was die Familie morgen früh sagt.

      • Hallo Conni, ich vertrage Weizen nicht. Wie haben Sie das gemacht mit mehr Dinkel?
        Würde mich interessieren. Danke.
        LG Elke

        • Ilona sagt

          Hallo Elke,

          ersetze das Weizenmehl einfach mal durch Dunkelmehl Type 630. Müsste funktionieren 🙂

          Liebe Grüße
          Ilona

  3. BIRGIT CLOUR sagt

    Sind aber Weizenbrötchen, bei 300 gr. Weizen und nur 100 gr. Roggenmehlanteil.

  4. Conni sagt

    Das Rezept ist ja wirklich kinderleicht umzusetzen. Und der Geschmack der Brötchen ist super.
    Bei mir sind sie aber nicht so schön im Ofen aufgegangen. Sie sahen eher wie Fladen aus. Ich werde es nächste Woche nochmal mit der richtigen Mehlzusammensetzung versuchen.

    • Ilona sagt

      hauptsache sie haben Euch allen geschmeckt 🙂 Ich wollte sie eigentlich auch heute morgen backen, habe aber vergessen gestern Abend den Teig anzusetzen 😉

  5. Gabriela sagt

    Hallo Ilona,
    Heute das erste mal deine overnight-Brötchen gebacken!
    Tolles Rezept.
    Einfach lecker!!!

    • Ilona sagt

      Das freut mich sehr zu hören 🙂 Ich muss sie auch nochmal demnächst backen.

  6. Deichnixe sagt

    Mit nur 100g Roggen sind es keine Roggenbrötchen, sondern Weizenmischbrötchen! Bei Übernachtgare reicht auch die Hälfte Hefe.

    • Ilona sagt

      Liebe Deichnixe, der Roggen gibt die Würze, daher sind es für mich persönlich Roggenbrötchen. Ich weiß, dass man bei Übernachtgare auch weniger Hefe verwenden kann, ich mag jedoch den Geschmack mit etwas mehr. Es ist einer meiner Lieblingsbrötchenrezepte, dass ich sehr häufig in dieser Form backe. Jeder kann das Rezept natürlich für sich nach Belieben so anpassen, weniger Hefe nehmen etc.

  7. Peggy sagt

    Hallo hab dieses tolle Rezept vor ein paar Tagen entdeckt und auch gleich probiert. Bei mir sind sie leider nicht ganz so schön aufgegangen. Leider weiß ich nicht warum. Könnte das am Mehl liegen? Mein Weizenmehl war Typ 450 macht das was aus?
    Lg

    • Ilona sagt

      Hallo Peggy, freut mich sehr, dass es Dir gefällt. Am Mehl dürfte es nicht liegen. Hast Du frische Hefe verwendet? Die kann, je nachdem wie alt sie ist, schonmal nicht mehr so gut von der Triebkraft sein. Oder war das Wasser ggf. zu warm? Liebe Grüße Ilona

      • Peggy sagt

        Die Hefe hab ich am gleichen Tag gekauft. Ok Wasser zu warm das könnte sein. Welche Temperatur ist denn lauwarm das empfindet ja jeder anders . Vielen Dank schon mal für deine schnelle Hilfe. Zum Glück ist bald wieder Wochenende zum testen.

  8. Nettchen sagt

    Ich habe die Brötchen heute getestet. Leider wurden sie so flach, dass man sie kaum aufschneiden konnte. Sie sind im Ofen einfach nicht mehr aufgegangen… Muss der Teig vll. Morgens nocvmals gehen bevor die Brötchen in den Ofen kommen?

    • Ilona sagt

      Hallo Nettchen, das tut mir Leid. Ich lasse sie in der Regel nur so lange noch gehen, bis der Ofen fertig vorgeheizt ist. Das ist ja aber nicht lange. Hast Du frische Hefe verwendet? Die ist manchmal ein bisschen zickig, je nachdem wie alt sie ist. Vielleicht liegt es an ihr. Liebe Grüße, Ilona

  9. Irene Kochwerft sagt

    Ich mache den Teig mit kaltem Wasser und lasse den Topf in der Küche bei Raumtemperatur über Nacht gehen. Dann vorsichtig aud dem Topf auf die bemehlte Arbeitsfläche, und NICHT plattdrücken sondern längs halbieren und dann Brötchen mit Teigschaber abschneiden. Vorsichtig leicht in Form bringen und dann aufs Blech. Eine Tasse kochendes Wasser in der Ofen stellen, die Brötchen dazu und dann erst den Backofen aufheizen lassen. Dadurch gehen die Brötchen schön auf. Zeit insgesamt ca. 23 min auf 230 Grad, wer über Heißluft mit Unterhitze verfügt, untere Schiene.

    Bei größeren Mengen Heißluft und 200 Grad

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