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noch eine Stunde Zeit, dann kommen die Gäste…

Findet Ihr auch, dass es eine besondere Herausforderung darstellt für Gäste zu kochen? Ich möchte meine Gäste immer auf eine besondere Weise kulinarisch verwöhnen. Deswegen wähle ich immer mit höchster Sorgfalt das geeignete Gericht aus. Dabei lasse ich mich z.B. durch das Schmökern in Kochbüchern oder meinen Vorratsschrank inspirieren und erstelle anschließend in meinem Kopf einen Plan. Nicht jedes Gericht ist meiner Meinung nach besonders dafür geeignet Gästen serviert zu werden. Bei der Auswahl des geeigneten Rezeptes muss viel mehr beachtet werden, als wenn man im Alltag für die Familie kocht. So ist es für mich wichtig, dass es bei jedem Besuch etwas anderes zu essen gibt und man das Gericht gut vorbereiten kann, damit man bei seinen Gästen im Wohnzimmer auch präsent ist und nicht die ganze Zeit in der Küche steht und kocht. Schließlich möchte man ja auch etwas vom eigenen Besuch haben.

Als ich letztens liebe Freunde zu Besuch hatte, stand ich wieder einmal vor der Herausforderung. Hinzu kam, dass wir uns unter der Woche treffen wollten und zwischen meiner Ankunft Zuhause von der Arbeit und dem Eintreffen der Gäste nur 1 Stunde Zeit blieben. Ein passendes Gericht war zum Glück trotz der erschwerten Bedingungen schnell gefunden. Ich entschied mich für Flammkuchen. Der Teig lässt sich nämlich prima auch schon am Tag zuvor vorbereiten und so muss nur noch der Belag frisch vorbereitet werden. Zunächst aßen wir klassischen Flammkuchen mit Speck und Zwiebeln. Zum Nachtisch gab es mein persönliches Highlight – einen Apfelflammkuchen. Der Duft war einfach nur betörend und meinen Gästen hat er sehr gut geschmeckt. Seitdem habe ich ihn gleich mehrfach gebacken. Deswegen kann ich Euch das Rezept heute nur wärmstens empfehlen.

Apfelflammkuchen_1

 

Apfelflammkuchen
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Zutaten
  1. Teig:
  2. 250 g Mehl
  3. 100 ml Wasser
  4. 2 TL Öl
  5. Salz

  6. Belag:
  7. 200 g Crème Fraîche
  8. 4 TL Zucker

  9. 2 EL Rohrzucker, unraffiniert
  10. 1/2 TL Zimt
  11. 2 Äpfel, z.B. Boskop

  12. Außerdem:
  13. Backblech
  14. etwas Öl
Beschreibung
  1. Den Ofen auf 250°C vorheizen. Alle Zutaten für den Teig vermischen und mit den Händen ordentlich verkneten. Dies benötigt ein wenig Zeit. Zunächst entsteht der Eindruck, dass zuwenig Flüssigkeit im Teig ist, wenn man allerdings lang genug knetet, wird der Teig geschmeidig, also nicht aufgeben.
  2. Den Teig ca. 1/2 Stunde ruhen lassen. Währenddessen könnt Ihr den Belag vorbereiten. Das Crème Fraîche mit dem Zucker vermischen. Den Kern der Äpfel am besten mit einem Apfelausstecher entfernen und die Äpfel anschließend in ca. 1- 2 mm dicke Scheiben schneiden. Den Rohrzucker in eine Schüssel geben und mit dem Zimt vermischen.
  3. Den Teig vierteln und jeweils mit einem Nudelholz sehr dünn ausrollen. Achtung, die Arbeitsfläche vorher nicht bemehlen, ansonsten bekommt man den Teig nur schwer ausgerollt, weil er über die Arbeitsplatte rutscht. Nicht wundern, zunächst ist der Teig ein wenig widerspenstig und man hat den Eindruck, dass er sich niemals dünn ausrollen lässt. Nach ein paar Mal Wenden, Drehen und mit dem Nudelholz ordentlich Bearbeiten, wird er weniger als 1 mm dünn. Also nicht aufgeben.
  4. Wenn der Teig besiegt ist, das Blech mit etwas Öl einfetten. Die Flammkuchen müssen in 2 Partien gebacken werden. Also zunächst nur zwei Teigfladen darauf legen. Das Crème Fraîche gleichmäßig auf beiden verteilen und dabei rund herum einen Rand aussparen, damit später der für Flammkuchen typische blasige Rand entstehen kann. Danach die Apfelringe gleichmäßig darauf verteilen und als letztes nach belieben etwas von der Zimt- Rohrzucker Mischung darüber verteilen.
  5. Die Flammkuchen für ca. 5 min in den Ofen geben und am besten dabei beobachten, dass sie nicht zu dunkel werden. Es ist interessant zu sehen, wie schnell sie fertig sind. Mit der zweiten Partie genauso verfahren. ggf. vorher das Blech nochmals einfetten.
NO FASTFOOD TODAY http://nofastfoodtoday.de/wordpress/

Apfelflammkuchen_2

Sollte der unwahrscheinliche Fall eintreten, dass noch etwas Flammkuchen übrig bleibt, könnt ihr ihn am nächsten Tag problemlos nochmal im Ofen aufbacken. Er schmeckt dann immer noch köstlich. Ich nehme Flammkuchen auch schonmal ganz gerne mit zur Arbeit und esse ihn dann in der Mittagspause.

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1 Kommentare

  1. Ich bin vollkommen auf deiner Seite: für Gäste kochen ist irgendwie anders. Und die Punkte, die du aufgeführt hast, deine aufgeführten Punkte sind absolut zutreffend.
    Und dein Flammkuchen sieht so so herrlich aus, besonders mit dem warmen Dampf drüber noch. Ich kann mir den Genuss regelrecht vorstellen!
    Liebe Grüße, Lena

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